Der Immobilienmarkt gilt seit langem als das zuverlässigste Instrument zum Vermögensaufbau weltweit, doch er bleibt für die meisten Menschen frustrierend schwer zugänglich. Hohe Einstiegskosten, langsame Transaktionsprozesse, komplexe rechtliche Abläufe und die Schwierigkeit, Immobilien schnell zu verkaufen, haben unsichtbare Barrieren geschaffen, die Millionen potenzieller Investoren ausschließen. Die digitale Tokenisierung von Immobilien verändert diese Dynamik – nicht indem sie die Immobilie selbst neu erfindet, sondern indem sie grundlegend verändert, wie Eigentum erfasst, aufgeteilt und übertragen wird. Anstatt ausschließlich auf traditionelle Makler, Notare und staatliche Register zu vertrauen, ermöglicht die Blockchain-Technologie, Eigentumsrechte als digitale Token zu führen, und schafft so eine nahtlose Verbindung zwischen physischen Gebäuden und programmierbaren Finanznetzwerken.
Das Problem: Warum herkömmliche Immobilien nicht ausreichen
Seit Jahrzehnten hat sich das Investitionsinstrumentarium für Immobilien kaum verändert. Entweder besitzt man eine Immobilie vollständig oder gar nicht. Diese binäre Struktur schließt Gelegenheitssinvestoren aus und schafft künstliche Vermögenslücken. Ein Mehrmillionen-Dollar-Wohnblock oder Gewerbeobjekt ist ein einzelnes, unteilbares Asset. Die wenigen Investoren, die es sich leisten können, es vollständig zu erwerben, erhalten alle Renditen und Entscheidungsmacht. Alle anderen schauen von der Seitenlinie zu.
Der Widerstand endet nicht beim Erwerb. Der Verkauf einer Immobilie dauert Monate, involviert mehrere Zwischenhändler, erfordert umfangreiche rechtliche Prüfungen und kostet Tausende an Gebühren. Die Illiquidität ist im Vergleich zu Aktienmärkten oder Krypto-Börsen, bei denen Transaktionen in Minuten abgewickelt werden, enorm. Diese strukturelle Ineffizienz besteht nicht, weil sie unvermeidlich ist, sondern weil bestehende rechtliche und finanzielle Systeme vor der digitalen Alternative entwickelt wurden.
Digital Property Tokenization erklärt: Was Investoren wissen müssen
Digitale Immobilien-Tokenisierung ist der Prozess, bei dem Eigentum an Immobilien – oder Ansprüche auf deren Erträge – in digitale Token umgewandelt werden, die auf einer Blockchain leben. Statt dass eine Person ein Gebäude vollständig besitzt, wird das Eigentum in Hunderten oder Tausenden digitaler Einheiten aufgeteilt, die gemäß rechtlicher Vereinbarungen auf mehrere Investoren verteilt werden.
Das bedeutet nicht, dass die Blockchain das Rechtssystem ersetzt. Vielmehr funktioniert die Tokenisierung über eine juristische Einheit – typischerweise eine Special Purpose Vehicle (SPV) oder Holdinggesellschaft –, die formell Eigentümer der physischen Immobilie bleibt. Die Token stellen Anteile an dieser Einheit dar. Die Blockchain übernimmt die Aufzeichnung und Übertragung der Token, doch die Durchsetzbarkeit der Investorenrechte hängt weiterhin von ordnungsgemäßer rechtlicher Dokumentation und regulatorischer Einhaltung ab. Mit anderen Worten: Die digitale Schicht soll die Effizienz steigern, nicht das Recht abschaffen.
Einen anteiligen Anspruch auf monatliche Mieteinnahmen
Stimmrechte bei wichtigen Entscheidungen zum Objekt
Das Recht, zu bestimmten Zeiten zu liquidieren und auszusteigen
Teilnahme an Wertsteigerungen, falls der Immobilienwert steigt
Die praktische Umsetzung: Vom echten Gebäude zum Blockchain-Eigentum
Der Tokenisierungsprozess beginnt mit der Due Diligence – genau wie bei jeder traditionellen Immobilieninvestition. Das Team bewertet Marktnachfrage, Mietpotenzial, vergleichbare Immobilienwerte und Betriebskosten. Nach Sicherung und Bewertung der Immobilie wird eine juristische Einheit gegründet, die sie hält.
Smart Contracts definieren dann die Token-Mechanik: Wie viel Eigentum jeder Token repräsentiert, wie Mieteinnahmen verteilt werden, welche Verkaufsbeschränkungen gelten und welches Stimmrecht die Token-Inhaber haben. Diese automatisierten Protokolle sorgen dafür, dass bei Mietzahlungen die Smart Contracts sofort die Beträge berechnen und an die Token-Inhaber verteilen, ohne manuellen Eingriff.
Investoren erwerben Token über einen regulierten Angebotsprozess. Ihr Eigentum wird auf der Blockchain registriert, was ein transparentes, manipulationssicheres Ledger darüber schafft, wer was besitzt. Während bei herkömmlichen Immobilien Anwälte Dokumente prüfen, ersetzen kryptografische Verifizierung und digitale Aufzeichnungen diese Prozesse.
Das physische Eigentum erfordert weiterhin die klassische Verwaltung: Mieterbeziehungen, Instandhaltung, Versicherungen, Grundsteuern und Reparaturen. Tokenisierung vereinfacht nur den Eigentumsübertragungs-Mechanismus, nicht die operativen Aufgaben eines Vermieters.
Warum Institutionen 2026 auf tokenisierte Immobilien setzen
Das Interesse institutioneller Akteure an digitalen Immobilienlösungen wächst rasant. Große Investmentfirmen, Projektentwickler und Finanzinstitute erkennen, dass Tokenisierung echte Marktineffizienzen adressiert. Kapitalbeschaffung wird schneller. Abwicklungszeiten verkürzen sich von Wochen auf Tage. Neue Investorenkategorien erhalten Zugang zu Vermögenswerten, die zuvor nur vermögenden Privatpersonen oder Fonds vorbehalten waren.
Aus Sicht der Liquidität: Traditionelle Immobiliengeschäfte involvieren Makler, Treuhanddienste, Titelgesellschaften und Bankgenehmigungen – jeder Schritt kostet Zeit und Geld. Tokenisierung reduziert diese Zeit theoretisch auf digitaler Ebene, sobald die Compliance-Anforderungen erfüllt sind. Während echte Liquidität nur bei aktiven Käufern und Verkäufern entsteht, ist die Infrastruktur grundsätzlich flexibler als herkömmliche Immobilienmärkte.
Global betrachtet ist die Zugänglichkeit revolutionär: Ein digital tokenisiertes Objekt in New York kann Kapital aus Singapur, Dubai oder London anziehen, vorausgesetzt, es entspricht den regulatorischen Vorgaben. Geografische Grenzen, die bisher Investitionen einschränkten, werden irrelevant. Immobilien werden wirklich global.
Die wichtigsten Vorteile für die institutionelle Akzeptanz
Niedrigere Einstiegshürden: Fractional Ownership ermöglicht Investitionen ab 1.000 € oder 10.000 € statt 500.000 € für eine Anzahlung. Das demokratisiert den Zugang und erweitert die Investorenschaft erheblich.
Schnellere Transaktionen: Abwicklung kann von 30-60 Tagen auf 5-10 Tage verkürzt werden. Automatisierung reduziert Verwaltungsaufwand und menschliche Fehler.
Transparenz und Automatisierung: Blockchain schafft eine unveränderliche Aufzeichnung aller Transaktionen. Smart Contracts führen automatisch Ausschüttungen, Abstimmungen und andere vordefinierte Aktionen aus. Streitigkeiten über Eigentumshistorie werden nahezu unmöglich.
Weniger Zwischenhändler: Weniger Makler, Anwälte und Gatekeeper bedeuten niedrigere Gebühren und schnellere Entscheidungen.
Im Vergleich zu traditionellen REITs (Real Estate Investment Trusts), die nach wie vor die etablierte Methode sind, um indirekt in Immobilien zu investieren, bietet die Tokenisierung direkte, fractionalisierte Eigentumsanteile an konkreten Objekten anstelle von Anteilen an diversifizierten Unternehmensportfolios. REITs werden an Börsen gehandelt; tokenisierte Assets operieren in digitalen Marktplätzen mit eigenen Compliance-Strukturen. Der Unterschied: Bei einem REIT besitzt man einen Anteil an einem Portfolio, bei tokenisierten Immobilien einen genauen Anteil an einem konkreten Gebäude.
Die tatsächlichen Risiken hinter der digitalen Immobilienrevolution
Tokenisierung ist keine Technologie, die Risiken ausschließt. Das zugrunde liegende Asset – das Gebäude – trägt alle klassischen Immobilienrisiken. Marktrückgänge, Leerstände, Instandhaltungskosten, Gebäudeschäden und lokale Wirtschaftsschwankungen beeinflussen die Rendite. Ein automatisierter Smart Contract kann Rezession oder strukturelle Schäden nicht verhindern.
Zusätzliche Risiken durch die digitale Infrastruktur, die Investoren bisher nicht kannten:
Smart Contract-Schwachstellen: Programmfehler oder Sicherheitslücken könnten Gelder sperren, unbefugte Transfers ermöglichen oder unerwartetes Verhalten hervorrufen. Ein Zero-Day-Exploit könnte den Token-Wert über Nacht zerstören.
Cybersecurity-Risiken: Börsen und Plattformen, die Token halten, sind Ziel von Hacks, Ransomware und Datenlecks. Plattforminsolvenz könnte den Zugang der Investoren zu ihren digitalen Eigentumsanteilen vernichten.
Illusion der Liquidität: Nur weil Token schnell übertragen werden können, bedeutet das nicht, dass es Käufer gibt. Frühphasenmärkte für tokenisierte Immobilien sind dünnliquide. Bei Verkaufsbedarf könnten keine Gebote vorhanden sein. Der Geschwindigkeitsvorteil besteht nur bei ausreichender Marktnachfrage.
Regulatorische Unsicherheiten: Verschiedene Jurisdiktionen klassifizieren tokenisierte Immobilien unterschiedlich. Was in Singapur legal ist, könnte in der EU oder den USA eingeschränkt sein. Plötzliche regulatorische Änderungen können den Token-Wert oder die Übertragbarkeit erheblich beeinflussen.
Operatives Risiko: Das zugrunde liegende Objekt muss weiterhin professionell verwaltet werden. Schlechte Betreiber, verzögerte Instandhaltung oder Missmanagement zerstören den Wert – unabhängig von der Tokenisierung.
Hochkomplexe Investoren müssen sowohl die Immobilienfundamentaldaten als auch die Robustheit der digitalen Plattform bewerten.
Was 2026 für die Zukunft der Immobilieninvestitionen bedeutet
Globale Prognosen deuten darauf hin, dass die digitale Immobilien-Tokenisierung in den nächsten zehn Jahren erheblich wachsen könnte, vorausgesetzt, regulatorische Rahmenbedingungen klären sich und die technische Infrastruktur reift. Große Finanzinstitute und Projektentwickler erkunden Tokenisierung nicht mehr nur als Experiment, sondern als strategisches Kernelement. Das signalisiert, dass die Branche vom Proof-of-Concept zur echten Skalierung übergeht.
Die langfristige Tragfähigkeit der tokenisierten Immobilien hängt von vier entscheidenden Elementen ab:
Rechtliche Anerkennung: Regierungen und Gerichte müssen klar die Rechte der Token-Inhaber durchsetzen.
Sichere Technologie: Plattformen müssen nachweisen, dass sie ohne katastrophale Ausfälle funktionieren.
Transparente Governance: Regeln für Ausschüttungen, Abstimmungen und Ausstieg müssen eindeutig sein.
Aktive Sekundärmärkte: Es müssen genügend Käufer und Verkäufer existieren, um echte Liquidität zu gewährleisten.
Wenn diese Komponenten zusammenwirken, hat die digitale Immobilien-Tokenisierung echtes Potenzial, Reibungsverluste zu verringern, den Zugang zu erweitern und die Infrastruktur für eine der ältesten Assetklassen der Welt zu modernisieren.
Immobilien haben immer Wert aus greifbarem Land und Gebäuden gezogen. Doch das Mechanismus zur Verfolgung und Übertragung dieses Eigentums muss nicht mehr in Papierform und physischen Büros verbleiben. Tokenisierung fügt eine digitale Schicht hinzu, die mit bestehenden rechtlichen Rahmen koexistiert und gleichzeitig mehr Effizienz bietet. Das zukünftige Immobilieninvestment mag auf den ersten Blick identisch aussehen – Gebäude existieren weiterhin, Mieten werden bezahlt, Werte schwanken. Doch im Hintergrund könnte die blockchain-basierte Infrastruktur still und leise die Art verändern, wie Kapital in Immobilien fließt und wie Investoren an bislang unzugänglichen Chancen teilnehmen. Digitale Immobilien ersetzen nicht die Immobilien selbst, sondern entwickeln die Art und Weise, wie wir Eigentum besitzen, weiter.
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Wie die Tokenisierung digitaler Eigentumsrechte die Immobilieninvestitionen bis 2026 neu gestaltet
Der Immobilienmarkt gilt seit langem als das zuverlässigste Instrument zum Vermögensaufbau weltweit, doch er bleibt für die meisten Menschen frustrierend schwer zugänglich. Hohe Einstiegskosten, langsame Transaktionsprozesse, komplexe rechtliche Abläufe und die Schwierigkeit, Immobilien schnell zu verkaufen, haben unsichtbare Barrieren geschaffen, die Millionen potenzieller Investoren ausschließen. Die digitale Tokenisierung von Immobilien verändert diese Dynamik – nicht indem sie die Immobilie selbst neu erfindet, sondern indem sie grundlegend verändert, wie Eigentum erfasst, aufgeteilt und übertragen wird. Anstatt ausschließlich auf traditionelle Makler, Notare und staatliche Register zu vertrauen, ermöglicht die Blockchain-Technologie, Eigentumsrechte als digitale Token zu führen, und schafft so eine nahtlose Verbindung zwischen physischen Gebäuden und programmierbaren Finanznetzwerken.
Das Problem: Warum herkömmliche Immobilien nicht ausreichen
Seit Jahrzehnten hat sich das Investitionsinstrumentarium für Immobilien kaum verändert. Entweder besitzt man eine Immobilie vollständig oder gar nicht. Diese binäre Struktur schließt Gelegenheitssinvestoren aus und schafft künstliche Vermögenslücken. Ein Mehrmillionen-Dollar-Wohnblock oder Gewerbeobjekt ist ein einzelnes, unteilbares Asset. Die wenigen Investoren, die es sich leisten können, es vollständig zu erwerben, erhalten alle Renditen und Entscheidungsmacht. Alle anderen schauen von der Seitenlinie zu.
Der Widerstand endet nicht beim Erwerb. Der Verkauf einer Immobilie dauert Monate, involviert mehrere Zwischenhändler, erfordert umfangreiche rechtliche Prüfungen und kostet Tausende an Gebühren. Die Illiquidität ist im Vergleich zu Aktienmärkten oder Krypto-Börsen, bei denen Transaktionen in Minuten abgewickelt werden, enorm. Diese strukturelle Ineffizienz besteht nicht, weil sie unvermeidlich ist, sondern weil bestehende rechtliche und finanzielle Systeme vor der digitalen Alternative entwickelt wurden.
Digital Property Tokenization erklärt: Was Investoren wissen müssen
Digitale Immobilien-Tokenisierung ist der Prozess, bei dem Eigentum an Immobilien – oder Ansprüche auf deren Erträge – in digitale Token umgewandelt werden, die auf einer Blockchain leben. Statt dass eine Person ein Gebäude vollständig besitzt, wird das Eigentum in Hunderten oder Tausenden digitaler Einheiten aufgeteilt, die gemäß rechtlicher Vereinbarungen auf mehrere Investoren verteilt werden.
Das bedeutet nicht, dass die Blockchain das Rechtssystem ersetzt. Vielmehr funktioniert die Tokenisierung über eine juristische Einheit – typischerweise eine Special Purpose Vehicle (SPV) oder Holdinggesellschaft –, die formell Eigentümer der physischen Immobilie bleibt. Die Token stellen Anteile an dieser Einheit dar. Die Blockchain übernimmt die Aufzeichnung und Übertragung der Token, doch die Durchsetzbarkeit der Investorenrechte hängt weiterhin von ordnungsgemäßer rechtlicher Dokumentation und regulatorischer Einhaltung ab. Mit anderen Worten: Die digitale Schicht soll die Effizienz steigern, nicht das Recht abschaffen.
Jeder Token trägt spezifische Rechte, beispielsweise:
Die praktische Umsetzung: Vom echten Gebäude zum Blockchain-Eigentum
Der Tokenisierungsprozess beginnt mit der Due Diligence – genau wie bei jeder traditionellen Immobilieninvestition. Das Team bewertet Marktnachfrage, Mietpotenzial, vergleichbare Immobilienwerte und Betriebskosten. Nach Sicherung und Bewertung der Immobilie wird eine juristische Einheit gegründet, die sie hält.
Smart Contracts definieren dann die Token-Mechanik: Wie viel Eigentum jeder Token repräsentiert, wie Mieteinnahmen verteilt werden, welche Verkaufsbeschränkungen gelten und welches Stimmrecht die Token-Inhaber haben. Diese automatisierten Protokolle sorgen dafür, dass bei Mietzahlungen die Smart Contracts sofort die Beträge berechnen und an die Token-Inhaber verteilen, ohne manuellen Eingriff.
Investoren erwerben Token über einen regulierten Angebotsprozess. Ihr Eigentum wird auf der Blockchain registriert, was ein transparentes, manipulationssicheres Ledger darüber schafft, wer was besitzt. Während bei herkömmlichen Immobilien Anwälte Dokumente prüfen, ersetzen kryptografische Verifizierung und digitale Aufzeichnungen diese Prozesse.
Das physische Eigentum erfordert weiterhin die klassische Verwaltung: Mieterbeziehungen, Instandhaltung, Versicherungen, Grundsteuern und Reparaturen. Tokenisierung vereinfacht nur den Eigentumsübertragungs-Mechanismus, nicht die operativen Aufgaben eines Vermieters.
Warum Institutionen 2026 auf tokenisierte Immobilien setzen
Das Interesse institutioneller Akteure an digitalen Immobilienlösungen wächst rasant. Große Investmentfirmen, Projektentwickler und Finanzinstitute erkennen, dass Tokenisierung echte Marktineffizienzen adressiert. Kapitalbeschaffung wird schneller. Abwicklungszeiten verkürzen sich von Wochen auf Tage. Neue Investorenkategorien erhalten Zugang zu Vermögenswerten, die zuvor nur vermögenden Privatpersonen oder Fonds vorbehalten waren.
Aus Sicht der Liquidität: Traditionelle Immobiliengeschäfte involvieren Makler, Treuhanddienste, Titelgesellschaften und Bankgenehmigungen – jeder Schritt kostet Zeit und Geld. Tokenisierung reduziert diese Zeit theoretisch auf digitaler Ebene, sobald die Compliance-Anforderungen erfüllt sind. Während echte Liquidität nur bei aktiven Käufern und Verkäufern entsteht, ist die Infrastruktur grundsätzlich flexibler als herkömmliche Immobilienmärkte.
Global betrachtet ist die Zugänglichkeit revolutionär: Ein digital tokenisiertes Objekt in New York kann Kapital aus Singapur, Dubai oder London anziehen, vorausgesetzt, es entspricht den regulatorischen Vorgaben. Geografische Grenzen, die bisher Investitionen einschränkten, werden irrelevant. Immobilien werden wirklich global.
Die wichtigsten Vorteile für die institutionelle Akzeptanz
Niedrigere Einstiegshürden: Fractional Ownership ermöglicht Investitionen ab 1.000 € oder 10.000 € statt 500.000 € für eine Anzahlung. Das demokratisiert den Zugang und erweitert die Investorenschaft erheblich.
Schnellere Transaktionen: Abwicklung kann von 30-60 Tagen auf 5-10 Tage verkürzt werden. Automatisierung reduziert Verwaltungsaufwand und menschliche Fehler.
Transparenz und Automatisierung: Blockchain schafft eine unveränderliche Aufzeichnung aller Transaktionen. Smart Contracts führen automatisch Ausschüttungen, Abstimmungen und andere vordefinierte Aktionen aus. Streitigkeiten über Eigentumshistorie werden nahezu unmöglich.
Weniger Zwischenhändler: Weniger Makler, Anwälte und Gatekeeper bedeuten niedrigere Gebühren und schnellere Entscheidungen.
Im Vergleich zu traditionellen REITs (Real Estate Investment Trusts), die nach wie vor die etablierte Methode sind, um indirekt in Immobilien zu investieren, bietet die Tokenisierung direkte, fractionalisierte Eigentumsanteile an konkreten Objekten anstelle von Anteilen an diversifizierten Unternehmensportfolios. REITs werden an Börsen gehandelt; tokenisierte Assets operieren in digitalen Marktplätzen mit eigenen Compliance-Strukturen. Der Unterschied: Bei einem REIT besitzt man einen Anteil an einem Portfolio, bei tokenisierten Immobilien einen genauen Anteil an einem konkreten Gebäude.
Die tatsächlichen Risiken hinter der digitalen Immobilienrevolution
Tokenisierung ist keine Technologie, die Risiken ausschließt. Das zugrunde liegende Asset – das Gebäude – trägt alle klassischen Immobilienrisiken. Marktrückgänge, Leerstände, Instandhaltungskosten, Gebäudeschäden und lokale Wirtschaftsschwankungen beeinflussen die Rendite. Ein automatisierter Smart Contract kann Rezession oder strukturelle Schäden nicht verhindern.
Zusätzliche Risiken durch die digitale Infrastruktur, die Investoren bisher nicht kannten:
Smart Contract-Schwachstellen: Programmfehler oder Sicherheitslücken könnten Gelder sperren, unbefugte Transfers ermöglichen oder unerwartetes Verhalten hervorrufen. Ein Zero-Day-Exploit könnte den Token-Wert über Nacht zerstören.
Cybersecurity-Risiken: Börsen und Plattformen, die Token halten, sind Ziel von Hacks, Ransomware und Datenlecks. Plattforminsolvenz könnte den Zugang der Investoren zu ihren digitalen Eigentumsanteilen vernichten.
Illusion der Liquidität: Nur weil Token schnell übertragen werden können, bedeutet das nicht, dass es Käufer gibt. Frühphasenmärkte für tokenisierte Immobilien sind dünnliquide. Bei Verkaufsbedarf könnten keine Gebote vorhanden sein. Der Geschwindigkeitsvorteil besteht nur bei ausreichender Marktnachfrage.
Regulatorische Unsicherheiten: Verschiedene Jurisdiktionen klassifizieren tokenisierte Immobilien unterschiedlich. Was in Singapur legal ist, könnte in der EU oder den USA eingeschränkt sein. Plötzliche regulatorische Änderungen können den Token-Wert oder die Übertragbarkeit erheblich beeinflussen.
Operatives Risiko: Das zugrunde liegende Objekt muss weiterhin professionell verwaltet werden. Schlechte Betreiber, verzögerte Instandhaltung oder Missmanagement zerstören den Wert – unabhängig von der Tokenisierung.
Hochkomplexe Investoren müssen sowohl die Immobilienfundamentaldaten als auch die Robustheit der digitalen Plattform bewerten.
Was 2026 für die Zukunft der Immobilieninvestitionen bedeutet
Globale Prognosen deuten darauf hin, dass die digitale Immobilien-Tokenisierung in den nächsten zehn Jahren erheblich wachsen könnte, vorausgesetzt, regulatorische Rahmenbedingungen klären sich und die technische Infrastruktur reift. Große Finanzinstitute und Projektentwickler erkunden Tokenisierung nicht mehr nur als Experiment, sondern als strategisches Kernelement. Das signalisiert, dass die Branche vom Proof-of-Concept zur echten Skalierung übergeht.
Die langfristige Tragfähigkeit der tokenisierten Immobilien hängt von vier entscheidenden Elementen ab:
Wenn diese Komponenten zusammenwirken, hat die digitale Immobilien-Tokenisierung echtes Potenzial, Reibungsverluste zu verringern, den Zugang zu erweitern und die Infrastruktur für eine der ältesten Assetklassen der Welt zu modernisieren.
Immobilien haben immer Wert aus greifbarem Land und Gebäuden gezogen. Doch das Mechanismus zur Verfolgung und Übertragung dieses Eigentums muss nicht mehr in Papierform und physischen Büros verbleiben. Tokenisierung fügt eine digitale Schicht hinzu, die mit bestehenden rechtlichen Rahmen koexistiert und gleichzeitig mehr Effizienz bietet. Das zukünftige Immobilieninvestment mag auf den ersten Blick identisch aussehen – Gebäude existieren weiterhin, Mieten werden bezahlt, Werte schwanken. Doch im Hintergrund könnte die blockchain-basierte Infrastruktur still und leise die Art verändern, wie Kapital in Immobilien fließt und wie Investoren an bislang unzugänglichen Chancen teilnehmen. Digitale Immobilien ersetzen nicht die Immobilien selbst, sondern entwickeln die Art und Weise, wie wir Eigentum besitzen, weiter.