Arbitrage ist eine Anlagestrategie, bei der Gewinne aus Preisunterschieden von Vermögenswerten auf verschiedenen Märkten erzielt werden. Im Kryptowährungsmarkt können Differenzen zwischen Spot- und Futures-Märkten oder zwischen mehreren Futures-Kontrakten auftreten. Die Nutzung dieser Differenzen durch Arbitrage ist bei vielen Tradern sehr beliebt. In diesem Artikel erklären wir verständlich die grundlegenden Mechanismen und Durchführungsmethoden des Arbitrage-Handels.
Funding Rate Arbitrage: Eine stabile Einkommensquelle erschließen
Funding Rate Arbitrage ist eine Strategie, bei der gleichzeitig Long-Positionen im Spotmarkt und Short-Positionen in unbefristeten Futures (mit gleichem Betrag, aber entgegengesetzten Richtungen) aufgebaut werden. Das zentrale Konzept besteht darin, durch das Halten beider Seiten die Risiken von Preisbewegungen auszugleichen und regelmäßig Funding-Zahlungen zu erhalten.
Bei positiver Funding Rate: Wenn die Funding Rate positiv ist, eröffnet man eine Long-Position im Spotmarkt und eine Short-Position im unbefristeten Futures-Kontrakt. Der Short-Position-Inhaber erhält dann die Funding-Zahlung.
Beispiel: Der unbefristete BTC/USDT-Funding-Rate liegt aktuell bei +0,01 %. Der Trader kauft 1 BTC im Spotmarkt und verkauft 1 BTC im Futures-Markt, um Gewinne bei steigenden Kursen und bei fallenden Kursen auszugleichen. Gleichzeitig erhält er kontinuierlich Funding-Zahlungen. Verluste in einer Position werden durch Gewinne in der anderen ausgeglichen, sodass Arbitrage-Trader das Risiko von Marktbewegungen minimieren und Gewinne sichern können.
Bei negativer Funding Rate: Hier ist die Strategie umgekehrt. Man shortet im Spotmarkt und long im Futures-Kontrakt, um von den Funding-Zahlungen zu profitieren.
Spread-Arbitrage: Gewinne aus Preisunterschieden in verschiedenen Märkten
Spread-Arbitrage nutzt die Differenz der Preise desselben Vermögenswerts auf unterschiedlichen Märkten. Beispielsweise, wenn der Spot-Preis von BTC unter dem Futures-Preis liegt, kauft man BTC im Spotmarkt und verkauft den Futures-Kontrakt, um von der Differenz zu profitieren.
Der Grund, warum diese Strategie funktioniert, ist, dass sich die Futures-Preise bei Ablauf dem Spot-Preis annähern. Während sich der Spread verringert, realisiert der Trader Gewinne aus der Differenz.
Manchmal entstehen große Spreads, insbesondere bei Märkten mit unterschiedlicher Liquidität oder zwischen verschiedenen Börsen in unterschiedlichen Regionen. Arbitrageure müssen diese Chancen schnell erkennen und effizient handeln.
Wichtige Funktionen von Handelsplattformen: Effizientes Positionsmanagement
Moderne Handelsplattformen bieten Funktionen, um Arbitrage effektiv durchzuführen. Besonders wichtig sind:
Erkennung von Arbitrage-Möglichkeiten: Durch Rankings von Funding Rates oder Spreads können Trader auf einen Blick erkennen, welche Währungspaare die profitabelsten Arbitrage-Chancen bieten. So lassen sich Zeiten mit hohen Funding Rates oder besonders breiten Spreads schnell identifizieren.
Ein-Klick-Orderausführung: Mit dieser Funktion können beide Seiten einer Position gleichzeitig ausgeführt werden, was die Preisänderungen zwischen den Orders minimiert und Market Slippage reduziert.
Automatisches Rebalancing: Smart Rebalancing oder automatische Neugewichtung überwacht in Echtzeit die ausgeführten Orders. Bei Ungleichgewichten zwischen den Positionen führt das System automatisch Market-Orders aus, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Damit wird das Risiko verringert, dass nur eine Position ausgeführt wird und die andere unbeabsichtigt offen bleibt.
Beispiel: Wenn Leg A mit 0,5 BTC ausgeführt wurde, Leg B aber nur mit 0,4 BTC, führt das System automatisch eine Market-Order über 0,1 BTC aus, um beide Seiten auszugleichen. Diese Funktion ist in der Regel 24 Stunden aktiv und unvollständige Orders werden innerhalb dieses Zeitraums automatisch storniert.
Unterstützung für zahlreiche Sicherheiten-Assets: In einem integrierten Trading-Konto können über 80 verschiedene Vermögenswerte als Margin genutzt werden. So kann ein Trader beispielsweise BTC als Sicherheit hinterlegen und gleichzeitig Short-Positionen in Futures eingehen, was flexible Positionsaufbauten ermöglicht.
Schritte und Hinweise zur Durchführung von Arbitrage-Trades
Hier die grundlegenden Schritte zur Umsetzung:
Schritt 1: Asset- und Strategiewahl
Wählen Sie Währungspaare mit hohen Funding Rates oder Spreads. Viele Plattformen bieten Rankings an, um die profitabelsten Chancen zu identifizieren.
Schritt 3: Orderart und Menge bestimmen
Markt- oder Limit-Orders wählen und die Ordergröße eingeben. Üblicherweise sind die Beträge auf beiden Seiten gleich, aber die Richtungen entgegengesetzt.
Schritt 4: Automatisches Rebalancing aktivieren
Mit dieser Funktion werden Ungleichgewichte automatisch korrigiert, falls die Orders unterschiedlich ausgeführt werden.
Schritt 5: Order bestätigen und überwachen
Nach Bestätigung der Orders den Fortschritt im aktiven Order-Tab verfolgen. Nach vollständiger Ausführung die Positionen und Vermögenswerte prüfen sowie die Funding-Details im Transaktionsverlauf einsehen.
Schritt 6: Positionsmanagement
Nach der Eröffnung ist eine aktive Verwaltung der Positionen und Assets wichtig. Überprüfen Sie regelmäßig die Positionsdaten im Futures- oder Perpetual-Page sowie das Vermögenssaldo im Spot-Bereich.
Einsatzszenarien und FAQ zu Arbitrage
Wann sollte man Arbitrage nutzen?
Besonders geeignet ist Arbitrage bei:
Vorhandensein von Spreads in bestimmten Währungspaaren, um kurzfristige Gewinne zu sichern und Marktrisiken zu minimieren
Großaufträgen, bei denen gleichzeitiges Aufbauen beider Positionen Kosten spart
Beim Schließen mehrerer Positionen, um durch Arbitrage präzise Ausführungen zu gewährleisten
Wie berechnet man Spread und APR (jährliche Rendite)?
Spread = Verkaufspreis (LTP) – Kaufpreis (LTP)
Spread-Rate = (Verkaufspreis – Kaufpreis) / Verkaufspreis
Kann Arbitrage auch zum Schließen von Positionen genutzt werden?
Ja. Arbitrage erlaubt sowohl das Eröffnen neuer Positionen als auch das Schließen bestehender, z.B. zur Absicherung oder Gewinnmitnahme.
Was ist das Risiko einer Zwangsliquidation?
Wenn beide Seiten nur teilweise ausgeführt werden, besteht das Risiko, dass das Risiko zwischen Long und Short unausgewogen wird, was zu Zwangsliquidationen führen kann. Daher wird die Aktivierung der automatischen Neugewichtung empfohlen. Diese überprüft regelmäßig die Orders und führt bei Ungleichgewicht automatisch Market-Orders aus.
Was passiert, wenn Smart Rebalancing deaktiviert ist?
Ohne Smart Rebalancing werden die beiden Seiten unabhängig voneinander gehandelt. Der Trader muss beide Orders manuell gleichzeitig auslösen, was das Risiko erhöht, dass eine Seite nicht vollständig ausgeführt wird. Es besteht die Gefahr, dass die Positionen unausgewogen bleiben.
Bis wann funktioniert Smart Rebalancing bei nicht vollständiger Ausführung?
Wenn Smart Rebalancing aktiviert ist, werden Orders, die innerhalb von 24 Stunden nicht vollständig ausgeführt wurden, automatisch gestoppt und die offenen Orders storniert. Es dient als Sicherheitsmechanismus gegen langfristige offene Positionen.
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Arbitrage: Eine Handelsstrategie, die Preisunterschiede auf dem Kryptowährungsmarkt nutzt
Arbitrage ist eine Anlagestrategie, bei der Gewinne aus Preisunterschieden von Vermögenswerten auf verschiedenen Märkten erzielt werden. Im Kryptowährungsmarkt können Differenzen zwischen Spot- und Futures-Märkten oder zwischen mehreren Futures-Kontrakten auftreten. Die Nutzung dieser Differenzen durch Arbitrage ist bei vielen Tradern sehr beliebt. In diesem Artikel erklären wir verständlich die grundlegenden Mechanismen und Durchführungsmethoden des Arbitrage-Handels.
Funding Rate Arbitrage: Eine stabile Einkommensquelle erschließen
Funding Rate Arbitrage ist eine Strategie, bei der gleichzeitig Long-Positionen im Spotmarkt und Short-Positionen in unbefristeten Futures (mit gleichem Betrag, aber entgegengesetzten Richtungen) aufgebaut werden. Das zentrale Konzept besteht darin, durch das Halten beider Seiten die Risiken von Preisbewegungen auszugleichen und regelmäßig Funding-Zahlungen zu erhalten.
Bei positiver Funding Rate: Wenn die Funding Rate positiv ist, eröffnet man eine Long-Position im Spotmarkt und eine Short-Position im unbefristeten Futures-Kontrakt. Der Short-Position-Inhaber erhält dann die Funding-Zahlung.
Beispiel: Der unbefristete BTC/USDT-Funding-Rate liegt aktuell bei +0,01 %. Der Trader kauft 1 BTC im Spotmarkt und verkauft 1 BTC im Futures-Markt, um Gewinne bei steigenden Kursen und bei fallenden Kursen auszugleichen. Gleichzeitig erhält er kontinuierlich Funding-Zahlungen. Verluste in einer Position werden durch Gewinne in der anderen ausgeglichen, sodass Arbitrage-Trader das Risiko von Marktbewegungen minimieren und Gewinne sichern können.
Bei negativer Funding Rate: Hier ist die Strategie umgekehrt. Man shortet im Spotmarkt und long im Futures-Kontrakt, um von den Funding-Zahlungen zu profitieren.
Spread-Arbitrage: Gewinne aus Preisunterschieden in verschiedenen Märkten
Spread-Arbitrage nutzt die Differenz der Preise desselben Vermögenswerts auf unterschiedlichen Märkten. Beispielsweise, wenn der Spot-Preis von BTC unter dem Futures-Preis liegt, kauft man BTC im Spotmarkt und verkauft den Futures-Kontrakt, um von der Differenz zu profitieren.
Der Grund, warum diese Strategie funktioniert, ist, dass sich die Futures-Preise bei Ablauf dem Spot-Preis annähern. Während sich der Spread verringert, realisiert der Trader Gewinne aus der Differenz.
Manchmal entstehen große Spreads, insbesondere bei Märkten mit unterschiedlicher Liquidität oder zwischen verschiedenen Börsen in unterschiedlichen Regionen. Arbitrageure müssen diese Chancen schnell erkennen und effizient handeln.
Wichtige Funktionen von Handelsplattformen: Effizientes Positionsmanagement
Moderne Handelsplattformen bieten Funktionen, um Arbitrage effektiv durchzuführen. Besonders wichtig sind:
Erkennung von Arbitrage-Möglichkeiten: Durch Rankings von Funding Rates oder Spreads können Trader auf einen Blick erkennen, welche Währungspaare die profitabelsten Arbitrage-Chancen bieten. So lassen sich Zeiten mit hohen Funding Rates oder besonders breiten Spreads schnell identifizieren.
Ein-Klick-Orderausführung: Mit dieser Funktion können beide Seiten einer Position gleichzeitig ausgeführt werden, was die Preisänderungen zwischen den Orders minimiert und Market Slippage reduziert.
Automatisches Rebalancing: Smart Rebalancing oder automatische Neugewichtung überwacht in Echtzeit die ausgeführten Orders. Bei Ungleichgewichten zwischen den Positionen führt das System automatisch Market-Orders aus, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Damit wird das Risiko verringert, dass nur eine Position ausgeführt wird und die andere unbeabsichtigt offen bleibt.
Beispiel: Wenn Leg A mit 0,5 BTC ausgeführt wurde, Leg B aber nur mit 0,4 BTC, führt das System automatisch eine Market-Order über 0,1 BTC aus, um beide Seiten auszugleichen. Diese Funktion ist in der Regel 24 Stunden aktiv und unvollständige Orders werden innerhalb dieses Zeitraums automatisch storniert.
Unterstützung für zahlreiche Sicherheiten-Assets: In einem integrierten Trading-Konto können über 80 verschiedene Vermögenswerte als Margin genutzt werden. So kann ein Trader beispielsweise BTC als Sicherheit hinterlegen und gleichzeitig Short-Positionen in Futures eingehen, was flexible Positionsaufbauten ermöglicht.
Schritte und Hinweise zur Durchführung von Arbitrage-Trades
Hier die grundlegenden Schritte zur Umsetzung:
Schritt 1: Asset- und Strategiewahl
Wählen Sie Währungspaare mit hohen Funding Rates oder Spreads. Viele Plattformen bieten Rankings an, um die profitabelsten Chancen zu identifizieren.
Schritt 2: Positionsrichtung festlegen
Bei hoher Funding Rate: Positiv-Arbitrage (Spot Long, Futures Short). Bei niedriger Funding Rate: Negativ-Arbitrage (Spot Short, Futures Long).
Schritt 3: Orderart und Menge bestimmen
Markt- oder Limit-Orders wählen und die Ordergröße eingeben. Üblicherweise sind die Beträge auf beiden Seiten gleich, aber die Richtungen entgegengesetzt.
Schritt 4: Automatisches Rebalancing aktivieren
Mit dieser Funktion werden Ungleichgewichte automatisch korrigiert, falls die Orders unterschiedlich ausgeführt werden.
Schritt 5: Order bestätigen und überwachen
Nach Bestätigung der Orders den Fortschritt im aktiven Order-Tab verfolgen. Nach vollständiger Ausführung die Positionen und Vermögenswerte prüfen sowie die Funding-Details im Transaktionsverlauf einsehen.
Schritt 6: Positionsmanagement
Nach der Eröffnung ist eine aktive Verwaltung der Positionen und Assets wichtig. Überprüfen Sie regelmäßig die Positionsdaten im Futures- oder Perpetual-Page sowie das Vermögenssaldo im Spot-Bereich.
Einsatzszenarien und FAQ zu Arbitrage
Wann sollte man Arbitrage nutzen?
Besonders geeignet ist Arbitrage bei:
Wie berechnet man Spread und APR (jährliche Rendite)?
Spread = Verkaufspreis (LTP) – Kaufpreis (LTP)
Spread-Rate = (Verkaufspreis – Kaufpreis) / Verkaufspreis
Funding Rate APR = |3-Tage-Kumulierte Funding Rate| / 3 × 365 / 2
Spread-APR = |Aktuelle Spread-Rate| / Maximale Laufzeit × 365 / 2
Kann Arbitrage auch zum Schließen von Positionen genutzt werden?
Ja. Arbitrage erlaubt sowohl das Eröffnen neuer Positionen als auch das Schließen bestehender, z.B. zur Absicherung oder Gewinnmitnahme.
Was ist das Risiko einer Zwangsliquidation?
Wenn beide Seiten nur teilweise ausgeführt werden, besteht das Risiko, dass das Risiko zwischen Long und Short unausgewogen wird, was zu Zwangsliquidationen führen kann. Daher wird die Aktivierung der automatischen Neugewichtung empfohlen. Diese überprüft regelmäßig die Orders und führt bei Ungleichgewicht automatisch Market-Orders aus.
Was passiert, wenn Smart Rebalancing deaktiviert ist?
Ohne Smart Rebalancing werden die beiden Seiten unabhängig voneinander gehandelt. Der Trader muss beide Orders manuell gleichzeitig auslösen, was das Risiko erhöht, dass eine Seite nicht vollständig ausgeführt wird. Es besteht die Gefahr, dass die Positionen unausgewogen bleiben.
Bis wann funktioniert Smart Rebalancing bei nicht vollständiger Ausführung?
Wenn Smart Rebalancing aktiviert ist, werden Orders, die innerhalb von 24 Stunden nicht vollständig ausgeführt wurden, automatisch gestoppt und die offenen Orders storniert. Es dient als Sicherheitsmechanismus gegen langfristige offene Positionen.