《Gate Live Roundtable Diskussion》 ist ein von Gate Live geschaffenes chinesisches Krypto-Roundtable-Format, das jeden Dienstagabend um 20:00 Uhr pünktlich ausgestrahlt wird und sich auf die aktuell kontroversesten Branchenthemen konzentriert. Unregelmäßig werden zentrale Akteure und Beobachter aus den Bereichen Blockchain, Web3, DeFi, Ethereum-Ökosystem, Stablecoins sowie Regulierung und Politik eingeladen, um gemeinsam im Livestream tiefgehende Diskussionen zu führen.
Der Roundtable zeichnet sich durch eine entspannte, offene und authentische Gesprächsatmosphäre aus, in der aus verschiedenen Perspektiven Markttrends, Branchenunterschiede und Schlüsselfaktoren analysiert werden, um den Zuschauern zu helfen, in komplexen Marktbewegungen und Narrativen klarere, rationalere Urteile zu fällen.
Das Thema dieser Ausgabe lautet: Kryptowinter oder Wendepunkt? Analyse des Marktcrashs und potenzieller Erholung in der letzten Woche
Gäste dieser Ausgabe: Bekanntes KOL der chinesischen Krypto-Community — Der, der alles übertrifft und garantiert reich wird, 0x31ad.sun, Hinterbergmensch
Der Inhalt dieser Sendung dient ausschließlich dem Informationsaustausch und der Meinungsbildung und stellt keine Anlageberatung dar.
(Der Inhalt dieser Folge basiert auf der Aufzeichnung des Livestreams, der Text wurde mit KI-Unterstützung leicht bearbeitet und gekürzt. Vollständigen Inhalt finden Sie unter folgendem Link: https://www.gate.com/zh/live/video/c701fb902f1d376b47198eb87eb9c129)
Moderator Jesse:
Hallo zusammen, guten Abend! Willkommen zu GateLive Roundtable. Ich bin euer Moderator Jesse.
Jeden Dienstagabend um 20:00 Uhr widmen wir uns hier den aktuellen Hot Topics im Krypto-Markt.
In der ersten Woche im Februar 2026 erlebte der Kryptomarkt einen heftigen Crash. Bitcoin fiel seit seinem Hoch im Oktober 2025 bei etwa 126.000 USD um über 50%, erreichte zeitweise 60.000 USD und markierte den 16-Monats-Tiefststand; Ethereum brach unter 2000 USD; Altcoins wurden allgemein stark abverkauft, die globale Marktkapitalisierung von Krypto sank um über 2 Billionen USD. Die Panik vor einem „Kryptowinter“ wurde erneut entfacht.
Doch in extremen Schwankungen liegen oft auch Chancen für die Ruhe bewahrenden Beobachter: Angst- und Gier-Index sind auf Einserzahlen gefallen, die Betriebskostenlinie der Miner bildet eine unsichtbare Unterstützung, institutionelle und staatliche Akteure steigen heimlich ein, regulatorische Rahmenbedingungen werden vorangetrieben — bedeuten diese Anzeichen einen Wendepunkt?
Heute Abend haben wir die große Ehre, drei Branchenexperten einzuladen, um diese Ereignisse tiefgehend zu analysieren und den Zuschauern zu helfen, in der Verwirrung Chancen zu erkennen. Es sind: Der, der alles übertrifft und garantiert reich wird, 0x31ad.sun, Hinterbergmensch.
Herzlich willkommen, die drei! Wir freuen uns auf eure späteren Beiträge. Bitte stellt euch kurz vor.
Der, der alles übertrifft und garantiert reich wird:
Hallo zusammen, ich bin Siao-Ge, Moderator bei Gate Square. Ich fokussiere mich auf den Sekundärmarkt, analysiere Bitcoin, Ethereum sowie US-Aktien, Gold und Silber. Mein Livestream konzentriert sich auf kurzfristige Intraday-Kontrakte, aber ich beobachte auch mittelfristige Chancen bei Mainstream-Coins und Spot-Trades. Freut euch auf meine Analysen.
0x31ad.sun:
Hallo, ich bin 0x31ad.sun. Ich beobachte hauptsächlich Projekte und forsche gern, besonders frühphasige Alpha-Chancen. Mein Name ist überall gleich. Wenn ihr Interesse habt oder mich regelmäßig seht, gebt mir bitte ein Follow.
Hinterbergmensch:
Guten Abend, ich bin Hinterbergmensch. Seit fünf bis sechs Jahren in der Branche, ein erfahrener Veteran. Mein Fokus ist breit gefächert: On-Chain-Daten, Makroanalyse, Candlestick-Technik, Lehrtätigkeiten usw. Ich bin auch ein alter Freund des Gate-Roundtables und nehme regelmäßig teil. Wer mit mir mehr austauschen möchte, kann mir folgen, mein Name ist überall gleich.
Moderator Jesse:
Vielen Dank an euch drei für eure Anwesenheit. Dann legen wir direkt los mit der heutigen Diskussion.
Erste Frage, die alle am meisten interessiert: Warum ist Bitcoin innerhalb einer Woche auf 60.000 USD abgestürzt? War dieser Crash hauptsächlich durch makroökonomische Faktoren (z.B. geopolitische Spannungen), politische Entscheidungen (z.B. Trumps Nominierung des Fed-Chefs) oder durch interne Krypto-Faktoren (z.B. Hochhebelige Liquidationen, ETF-Geldabflüsse) getrieben?
Der, der alles übertrifft und garantiert reich wird:
Zur ersten Frage: Seit dem 31. Januar ist der Markt in eine beschleunigte Abwärtsphase eingetreten. Der geopolitische Einfluss, vor allem der Konflikt zwischen USA und Iran, spielt eine Rolle. Vielmehr aber wird ständig Rauch und Nebel in den Markt gestreut, um Angst zu schüren. Die USA werden sich kaum in einen Krieg verwickeln lassen, daher glaube ich nicht, dass sich der Konflikt wirklich ausweitet — das ist nicht der Kern. Über politische Themen sprechen wir hier auch nicht weiter.
Was die Politik betrifft, z.B. die Nominierung des neuen Fed-Chefs durch Trump, der erst in über 90 Tagen im Amt sein wird, mache ich mir keine Sorgen. Das ist momentan nicht die wichtigste Ursache. Der Hauptgrund ist, dass der Markt sich inzwischen stark verzerrt entwickelt hat. Warum?
2020 war das Jahr von DeFi, die DeFi-Bewegung begann. Als alter Hase weiß ich, dass damals die Marktstruktur so aussah: Bitcoin, Ethereum und andere Anwendungs- und Mining-Token dominierten. Projekte mussten zuerst realisiert werden, Community aufbauen, und erst wenn die Community groß genug war, wurden sie an zentralisierte Börsen angebunden. Daraus entstanden viele explosive Tokens.
Warum ist diese Rally anders als frühere? Früher wurden Projekte erst nach erfolgreichem Produkt-Launch an Börsen gebracht, dann gab es 5-, 10- oder sogar höhere Kurssteigerungen — das war ein positiver Kreislauf.
Heute ist die „Community“ was anderes: Du interagierst auf deiner Plattform, ich bekomme Airdrops; ich erledige Aufgaben, bekomme Airdrops; ich verkaufe sie dann, und so weiter.
Das Ergebnis: 2025 haben nur sehr wenige Tokens, die an Börsen gelistet sind, auch nur 1 % Performance gezeigt. 99 % waren schon bei der Listung auf ihrem Hoch, und nach dem Listing folgt meist nur noch der Absturz — eine Abwärtsspirale ohne Rückkehr.
Egal, welche Politik, ob Geld fließt oder nicht: Es gibt definitiv Kapital. Besonders in Nordamerika, wo die ETF-Summe noch bei etwa 100 Milliarden USD liegt. Es ist also nicht so, dass kein Geld im Markt ist, sondern dass das Kapital klüger geworden ist.
Wenn du weiterhin auf Shitcoins setzen willst, schau dir unsere Alpha-Zone bei Gate, die Gate Web3 Wallet und Trading-Wettbewerbe an.
Ich sehe diese große Abwärtsbewegung als Chance für einen Neuanfang. Immer mehr Börsen bieten jetzt Gold-, Silber- und US-Aktienhandel an — das ist ein unumkehrbarer Trend. Bitcoin und Ethereum sind momentan so volatil, dass die Risikobereitschaft sinkt. Investoren suchen nach stabileren Anlagen. Gold und Aktien, die seit über hundert Jahren existieren, sind da eine bessere Wahl.
Das ist im Grunde eine Art „Blutentzug“ aus der Krypto-Liquidität. Aber ich sehe darin auch eine positive Entwicklung: Es wird den Markt gesunden, wenn die Volatilität zu hoch ist. Wenn du nicht stabil bist, wirst du bei starken Schwankungen abgestoßen. Wenn du um Liquidität konkurrieren willst, dann werden Bitcoin und Ethereum in den nächsten 5, 10 oder 20 Jahren, auch ohne explosive Wachstumsphasen, wie Aktien, steigen und fallen — so bleibt die Liquidität erhalten.
Das war’s von mir, danke.
0x31ad.sun:
Gut, Siao-Ge hat das schon sehr ausführlich erklärt. Meine Sicht ist: Der aktuelle Abstieg ist nicht nur durch externe Faktoren verursacht, sondern vor allem durch interne Schwächen im Markt. Die eigentliche Ursache ist eine „Innenschwäche“.
Der Aufschwung 2024–2025 wirkt für mich nicht wie ein langsames, gesundes Wachstum, sondern eher wie eine Blase, die durch ETF-Absicherungen ausgelöst wurde. Nach der ETF-Zulassung stiegen die passiven Kauf-Expectations stark, und dann haben viele große Gelder mit Perpetuals und strukturierten Produkten gehebelte Positionen aufgebaut, um auf den Aufwärtstrend zu setzen.
In der ganzen Bewegung tauchen immer wieder neue Projekte auf, die viel Aufmerksamkeit erregen, aber kaum Liquidität haben. Diese Projekte fallen dann meist schnell wieder ab, was das Vertrauen in neue Assets schwächt und eine Blase erzeugt, die bei einem kleinen Druck platzt.
Wenn der Kurs auf 120.000 USD steigt, ohne viel Umschlag, ist die Liquidität sehr dünn. Bei einem Abverkauf brechen die gehebelten Positionen wie Dominosteine um, und es entsteht eine Abwärtsspirale.
Interessant ist auch: Nicht nur Kleinanleger werden aus dem Markt gedrängt, sondern auch mittelgroße Institutionen, die dachten, ihr Hebel sei sicher. Sie sind sich der Gefahr nicht bewusst, und wenn sie dann „geblowt“ werden, ziehen sie schnell ihre Liquidität ab, was zu Panikverkäufen führt.
Kurz gesagt: Es gibt makroökonomische Unsicherheiten, politische Turbulenzen, und der Markt ist voll mit Hebel und Missverhältnissen bei der Liquidität. Diese Abwärtsbewegung ist im Kern eine Entschlackung.
Das ist meine Einschätzung.
Hinterbergmensch:
Zunächst zum Makro: Dieses Jahr war makroökonomisch alles andere als freundlich. Trumps Politik hat immer wieder negative Impulse gesetzt. Besonders die geopolitischen Risiken haben zu Verkäufen in Risikoanlagen geführt. Man muss bedenken: Im Krypto-Barkasse gelten alle Assets als Risikoanlagen.
Am 30. Januar kündigte Trump die Nominierung von Waller als neuen Fed-Chef an. Waller ist ein strikter Hawk, will Deflation bekämpfen, die globale Asset-Preise zum Absturz bringen und den Dollar verknappen — im Grunde eine Strategie, um den Dollar zu stärken und die Wirtschaft zu bremsen. Das ist ein Machtspiel zwischen Großmächten, das hier nur angedeutet wird.
Dann gab es die Hochhebel-Liquidationen. Der aktuelle Crash hat nur geringe Liquidationssummen: Am Tag des größten Liquidations-Events waren es nur 2,5 Milliarden USD. Im Oktober 2022 waren es 20 Milliarden USD — fast das Zehnfache. Viele Hochhebel-Positionen wurden bereits im Oktober 2022 zerstört.
Ich habe mir die On-Chain-Daten angesehen: ETF-Käufe laufen seit einigen Tagen wieder. Es gibt also eine kleine Erholung. Wenn die negativen Nachrichten eintreffen, ist das eine Art Gegenreaktion, die auch logisch ist.
Das war’s von mir, Moderator.
Moderator Jesse:
Zweite Frage: Wir schauen auf die Marktstimmung. Der Fear & Greed Index ist auf 8–18 gefallen, also auf extrem niedrige Werte, sogar niedriger als in manchen Phasen des Bärenmarkts 2022. Wie unterscheiden sich diese Indikatoren im Vergleich zu 2022?
Der, der alles übertrifft und garantiert reich wird:
Aus der Historie des Fear & Greed Index ist bekannt: Dieses Mal ist es das achte Mal, dass er unter 10 fällt. Bei den vorherigen sieben Malen brach er meist innerhalb einer Woche durch, höchstens nach zwei Wochen kam es zu einer starken Gegenbewegung. Meist dauert so eine Tiefphase nur etwa zwei Monate.
Ich sage meinen Community-Fans: Wenn der Fear & Greed Index so tief ist, sinkt auch die Aufmerksamkeit in den Medien, die Suchanfragen bei Google und Twitter gehen zurück. Das zeigt, dass kaum noch jemand den Markt verfolgt — das ist eine Phase des „Bruchs“, bis sich wieder eine Stabilisierung einstellt.
Was die Unterschiede zu 2022 betrifft: Damals war die Liquidität extrem knapp, große Kapitalmengen sind geflohen. Die letzten zwei Wochen, sogar ein Monat, waren ETF-Abflüsse. So viel Kapital ist geflüchtet, dass der Markt eigentlich nur noch fallen kann. Angebot und Nachfrage bestimmen den Kurs: Bei Überschuss fällt er, bei Mangel steigt er.
Der Unterschied: 2022 wurde der Crash durch die Zinsanhebungen der Fed ausgelöst. Das bullische Jahr 2021 war so wild, dass 2022 die Bärenphase entsprechend heftig war. Nach über einem Jahr der Entwicklung sind die wichtigsten Investoren und Narrative an einem kritischen Punkt angekommen — sie müssen Gewinne realisieren, verkaufen oder aussteigen.
Der Markt hat eine Hochphase erlebt, aber jetzt wird die Regulierung strenger, die zentralisierten Plattformen streben nach Compliance und Überleben. Das Wachstum ist vorbei, die Branche stabilisiert sich. Es gibt keine roten Früchte mehr, aber die Spielregeln haben sich geändert. Wer 2021 noch auf beliebige Coins gesetzt hat, wird jetzt kaum noch so einfach Gewinne machen können.
Ich denke, die Branche ist legitim, weil sie existiert. Wir müssen mehr nachdenken, wie wir den Markt gesund entwickeln, wie wir die Nutzer binden, damit sie nicht nur „Airdrops“ abstauben und dann abhauen. Wenn das so läuft, wird die Branche langfristig schwerer.
In dieser Phase haben wir viele neue Nutzer und Kapital angezogen. Wenn die jetzt alle wieder abziehen, wird es schwer, weiterzukommen.
0x31ad.sun:
Ich sehe die aktuelle Marktstimmung anders als 2022. Damals, bei Luna und FTX, waren Black-Swan-Ereignisse, die die ganze Branche erschütterten. Viele dachten: Das war’s, alles ist vorbei.
2022 war die Stimmung extrem ängstlich, das Volumen niedrig, die Leute wollten nicht investieren, das Projekt-Development stockte.
Jetzt ist die Angst eher eine vorübergehende Vorsicht. Viele Projekte sind hoch bewertet, echte Werte sind rar. Die Branche wirkt überhitzt, Blasen entstehen.
Aber wenn man auf Chain schaut: Die aktiven Adressen sind nicht weg, die Stablecoins wachsen, die Liquidität ist noch da. Die Angst ist eher vor Überbewertung. Viele trauen sich nicht, einzusteigen.
Themen wie AI, RWA (Real World Assets) entwickeln sich weiter, die Regulierung ist noch relativ locker — anders als 2022, wo alles verboten wurde. Das ist eher der Startpunkt für die nächste Rally.
Kleinanleger sind verunsichert, aber nur weil sie nicht handeln. Wenn sich eine Chance bietet, werden sie wieder kaufen. Die Angst ist nur eine Erscheinungsform, das Kapital ist noch im Markt, auch große Investoren beobachten nur.
Ich sehe das eher als „Abwart-Phase“. Das ist meine persönliche Einschätzung.
Hinterbergmensch:
Ich möchte noch ergänzen: 2022, als der Fear & Greed Index auf Einserzahlen fiel, lag Bitcoin bei 20.000 USD; jetzt, bei ähnlichen Werten, ist Bitcoin noch bei 70.000 USD. Das ist ein großer Unterschied.
Gleich ist, dass der Fear & Greed Index extrem niedrig ist, es gab Panikverkäufe, Liquidationen, Kettenreaktionen. Aber 2022 war das schon im späten Bärenmarkt, während jetzt Bitcoin nach einem Hoch um 50 % gefallen ist — eher eine tiefe Korrektur nach einem Hoch.
Ich habe die On-Chain-Daten geprüft: Die Anzahl der Langzeit-Halter ist stabil geblieben. Trotz des niedrigen Fear & Greed Index gibt es keine Anzeichen für eine totale Verzweiflung wie 2022.
Manche haben ihre Gewinnmitnahmen bei ihren Wunschpreisen gemacht. Die Angst ist anders geartet, die Situation ist nicht vergleichbar mit 2022.
Moderator Jesse:
Dritte Frage: Blick in die Zukunft. Derzeit nähern sich Bitcoin und die Miner-Kostenlinie bei 60–70.000 USD. Es gibt heftige Kämpfe zwischen Bullen und Bären um diese Unterstützung. Ist diese Unterstützung und die Miner-Kostenlinie ein technischer Boden? Wie könnte sich der Markt in einem Worst-Case- vs. einem Best-Case-Szenario entwickeln?
Hinterbergmensch:
Bitcoin schwankt bei etwa 68.000 USD. Die Schließungskosten der Miner sind noch nicht erreicht, also sind die Miner noch nicht im Verlust. Ob diese Unterstützung und die Kostenlinie einen technischen Boden bilden, ist schwer zu sagen. Ich bin kein Chart-Experte, aber ein Spruch lautet: „Kein Boden, kein Rebound.“
Historisch gesehen, hat der Markt nach einer langen Seitwärtsphase bei extrem niedrigen Fear & Greed-Werten im Jahr 2022 eine Rally gestartet. Aktuell sieht es eher nach einer V-förmigen Erholung aus, was selten ist. Ich halte das nicht für einen echten Boden, eher für eine Zwischenphase.
Das Worst-Case-Szenario: Wenn das nicht der Boden ist, könnte der Fear & Greed Index noch lange auf diesem niedrigen Niveau bleiben. Große Investoren und Institutionen sind noch in der Beobachtungsphase. Wenn die Fed die Liquidität weiter einschränkt, könnte auch der Aktienmarkt kollabieren. Die Korrelation zwischen Aktien, Gold und Bitcoin ist zwar nicht mehr so stark wie früher, aber noch vorhanden. Bei einem Crash im Aktienmarkt würde das auch den Kryptomarkt treffen — dann könnten wir noch viel tiefer fallen.
Das Best-Case-Szenario: Institutionen könnten versuchen, gemeinsam Kapital zu mobilisieren, um den Markt zu stützen. Es wäre eine tiefe Korrektur im Bullenmarkt, die irgendwann endet. Wann genau, hängt von den Signalen ab.
0x31ad.sun:
Der Preis bei 60–70k USD ist eine besondere Zone. Einerseits die Miner-Kosten, andererseits die ETF-Preise, die auch in diesem Bereich liegen. Viele haben dort Positionen aufgebaut.
In dieser Zone gibt es heftige Kämpfe zwischen Bullen und Bären. Ob das der Boden ist? Wahrscheinlich noch nicht. Historisch gab es nie eine Situation, in der der Kurs nach Erreichen der Kostenlinie sofort V-förmig nach oben schoss. Es gab immer wieder starke Schwankungen, falsche Breakouts, emotionale Reaktionen.
Das Worst-Case: Wenn die makroökonomische Lage sich verschlechtert, die Liquidität weiter schwindet, könnte der Kurs lange in diesem Bereich verbleiben, immer wieder hin- und herpendeln.
Das Beste: ETF-Reserven beginnen wieder zu steigen, die makroökonomische Lage verbessert sich, Wertinvestitionen kommen zurück, der Markt findet einen Boden und steigt langsam.
Egal, wie optimistisch oder pessimistisch man ist: Es ist nicht ratsam, jetzt alles auf einmal zu investieren. Besser abwarten, bis die Richtung klarer ist. Das ist meine persönliche Meinung.
Der, der alles übertrifft und garantiert reich wird:
Zuerst: Ist das der Boden? Kurzfristig, in einer Woche bis zwei, könnte eine Erholung kommen. Langfristig sind die Indikatoren noch nicht auf einem nachhaltigen Tief. Bei jedem Bärenmarkt hat sich gezeigt: Solange die Miner-Kostenlinie nicht durchbrochen ist, ist kein Boden erreicht.
Die Kostenlinie der Miner kann als Anhaltspunkt dienen. Man kann schrittweise in Spot investieren, aber Hebel sind unnötig. Wenn, dann nur in Spot, schrittweise.
Wie wird sich der Markt entwickeln? Ich schätze: Vor dem chinesischen Neujahr wird es wahrscheinlich keine weiteren Abverkäufe geben, der Kurs bleibt bei etwa 59.800 USD. Falls es noch einmal nach unten geht, ist das eine gute Gelegenheit, schrittweise einzusteigen. Besonders in unsicheren Zeiten wie bei Bitcoin oder Ethereum ist es besser, auf stabilere Märkte wie US-Aktien oder Gold/Silber zu setzen. Bei uns bei Gate gibt es bereits entsprechende Produkte.
Trotz der schlechten Stimmung sollten wir die Bedeutung von Web3 für die zukünftige Finanzwelt nicht aus den Augen verlieren. Es wird von Wall Street-Kapital bereits aktiv genutzt. Wenn wir nur auf die großen Player schauen, erkennen wir, dass sie bereits hier sind. Wenn sie sich engagieren, sollten wir auch jetzt strategisch vorgehen, um langfristig zu profitieren.
Egal, wie schlecht die Lage ist: Als erfahrener OG bin ich optimistisch für Web3. Das ist meine Botschaft an alle Web3-Familien.
Moderator Jesse:
Vielen Dank an unsere drei Gäste für die tiefgründigen Einblicke! Wir haben die Ursachen des Crashs, die Stimmungslage und die möglichen zukünftigen Szenarien beleuchtet. Trotz der kurzfristigen Härte zeigt die Geschichte: Extreme Angst ist oft der Nährboden für langfristige Chancen.
Hier noch eine Erinnerung: Investieren ist eine Frage der Erkenntnis. Gerade im Krypto-Bereich ist es wichtig, ruhig zu bleiben, kontinuierlich zu lernen und die eigenen Strategien zu verfeinern, um die Zyklen zu meistern.
Vielen Dank an alle Zuschauer! Vergesst nicht, den offiziellen GateLive-Stream zu abonnieren. Bis zum nächsten Mal!
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《GateLive Roundtable Diskussion》第6. Ausgabe: Krypto-Winter oder Wendepunkt? Analyse des Marktcrashs der letzten Woche und des möglichen Aufschwungs
《Gate Live Roundtable Diskussion》 ist ein von Gate Live geschaffenes chinesisches Krypto-Roundtable-Format, das jeden Dienstagabend um 20:00 Uhr pünktlich ausgestrahlt wird und sich auf die aktuell kontroversesten Branchenthemen konzentriert. Unregelmäßig werden zentrale Akteure und Beobachter aus den Bereichen Blockchain, Web3, DeFi, Ethereum-Ökosystem, Stablecoins sowie Regulierung und Politik eingeladen, um gemeinsam im Livestream tiefgehende Diskussionen zu führen.
Der Roundtable zeichnet sich durch eine entspannte, offene und authentische Gesprächsatmosphäre aus, in der aus verschiedenen Perspektiven Markttrends, Branchenunterschiede und Schlüsselfaktoren analysiert werden, um den Zuschauern zu helfen, in komplexen Marktbewegungen und Narrativen klarere, rationalere Urteile zu fällen.
Das Thema dieser Ausgabe lautet: Kryptowinter oder Wendepunkt? Analyse des Marktcrashs und potenzieller Erholung in der letzten Woche
Gäste dieser Ausgabe: Bekanntes KOL der chinesischen Krypto-Community — Der, der alles übertrifft und garantiert reich wird, 0x31ad.sun, Hinterbergmensch
Der Inhalt dieser Sendung dient ausschließlich dem Informationsaustausch und der Meinungsbildung und stellt keine Anlageberatung dar.
(Der Inhalt dieser Folge basiert auf der Aufzeichnung des Livestreams, der Text wurde mit KI-Unterstützung leicht bearbeitet und gekürzt. Vollständigen Inhalt finden Sie unter folgendem Link: https://www.gate.com/zh/live/video/c701fb902f1d376b47198eb87eb9c129)
Moderator Jesse:
Hallo zusammen, guten Abend! Willkommen zu GateLive Roundtable. Ich bin euer Moderator Jesse.
Jeden Dienstagabend um 20:00 Uhr widmen wir uns hier den aktuellen Hot Topics im Krypto-Markt.
In der ersten Woche im Februar 2026 erlebte der Kryptomarkt einen heftigen Crash. Bitcoin fiel seit seinem Hoch im Oktober 2025 bei etwa 126.000 USD um über 50%, erreichte zeitweise 60.000 USD und markierte den 16-Monats-Tiefststand; Ethereum brach unter 2000 USD; Altcoins wurden allgemein stark abverkauft, die globale Marktkapitalisierung von Krypto sank um über 2 Billionen USD. Die Panik vor einem „Kryptowinter“ wurde erneut entfacht.
Doch in extremen Schwankungen liegen oft auch Chancen für die Ruhe bewahrenden Beobachter: Angst- und Gier-Index sind auf Einserzahlen gefallen, die Betriebskostenlinie der Miner bildet eine unsichtbare Unterstützung, institutionelle und staatliche Akteure steigen heimlich ein, regulatorische Rahmenbedingungen werden vorangetrieben — bedeuten diese Anzeichen einen Wendepunkt?
Heute Abend haben wir die große Ehre, drei Branchenexperten einzuladen, um diese Ereignisse tiefgehend zu analysieren und den Zuschauern zu helfen, in der Verwirrung Chancen zu erkennen. Es sind: Der, der alles übertrifft und garantiert reich wird, 0x31ad.sun, Hinterbergmensch.
Herzlich willkommen, die drei! Wir freuen uns auf eure späteren Beiträge. Bitte stellt euch kurz vor.
Der, der alles übertrifft und garantiert reich wird:
Hallo zusammen, ich bin Siao-Ge, Moderator bei Gate Square. Ich fokussiere mich auf den Sekundärmarkt, analysiere Bitcoin, Ethereum sowie US-Aktien, Gold und Silber. Mein Livestream konzentriert sich auf kurzfristige Intraday-Kontrakte, aber ich beobachte auch mittelfristige Chancen bei Mainstream-Coins und Spot-Trades. Freut euch auf meine Analysen.
0x31ad.sun:
Hallo, ich bin 0x31ad.sun. Ich beobachte hauptsächlich Projekte und forsche gern, besonders frühphasige Alpha-Chancen. Mein Name ist überall gleich. Wenn ihr Interesse habt oder mich regelmäßig seht, gebt mir bitte ein Follow.
Hinterbergmensch:
Guten Abend, ich bin Hinterbergmensch. Seit fünf bis sechs Jahren in der Branche, ein erfahrener Veteran. Mein Fokus ist breit gefächert: On-Chain-Daten, Makroanalyse, Candlestick-Technik, Lehrtätigkeiten usw. Ich bin auch ein alter Freund des Gate-Roundtables und nehme regelmäßig teil. Wer mit mir mehr austauschen möchte, kann mir folgen, mein Name ist überall gleich.
Moderator Jesse:
Vielen Dank an euch drei für eure Anwesenheit. Dann legen wir direkt los mit der heutigen Diskussion.
Erste Frage, die alle am meisten interessiert: Warum ist Bitcoin innerhalb einer Woche auf 60.000 USD abgestürzt? War dieser Crash hauptsächlich durch makroökonomische Faktoren (z.B. geopolitische Spannungen), politische Entscheidungen (z.B. Trumps Nominierung des Fed-Chefs) oder durch interne Krypto-Faktoren (z.B. Hochhebelige Liquidationen, ETF-Geldabflüsse) getrieben?
Der, der alles übertrifft und garantiert reich wird:
Zur ersten Frage: Seit dem 31. Januar ist der Markt in eine beschleunigte Abwärtsphase eingetreten. Der geopolitische Einfluss, vor allem der Konflikt zwischen USA und Iran, spielt eine Rolle. Vielmehr aber wird ständig Rauch und Nebel in den Markt gestreut, um Angst zu schüren. Die USA werden sich kaum in einen Krieg verwickeln lassen, daher glaube ich nicht, dass sich der Konflikt wirklich ausweitet — das ist nicht der Kern. Über politische Themen sprechen wir hier auch nicht weiter.
Was die Politik betrifft, z.B. die Nominierung des neuen Fed-Chefs durch Trump, der erst in über 90 Tagen im Amt sein wird, mache ich mir keine Sorgen. Das ist momentan nicht die wichtigste Ursache. Der Hauptgrund ist, dass der Markt sich inzwischen stark verzerrt entwickelt hat. Warum?
2020 war das Jahr von DeFi, die DeFi-Bewegung begann. Als alter Hase weiß ich, dass damals die Marktstruktur so aussah: Bitcoin, Ethereum und andere Anwendungs- und Mining-Token dominierten. Projekte mussten zuerst realisiert werden, Community aufbauen, und erst wenn die Community groß genug war, wurden sie an zentralisierte Börsen angebunden. Daraus entstanden viele explosive Tokens.
Warum ist diese Rally anders als frühere? Früher wurden Projekte erst nach erfolgreichem Produkt-Launch an Börsen gebracht, dann gab es 5-, 10- oder sogar höhere Kurssteigerungen — das war ein positiver Kreislauf.
Heute ist die „Community“ was anderes: Du interagierst auf deiner Plattform, ich bekomme Airdrops; ich erledige Aufgaben, bekomme Airdrops; ich verkaufe sie dann, und so weiter.
Das Ergebnis: 2025 haben nur sehr wenige Tokens, die an Börsen gelistet sind, auch nur 1 % Performance gezeigt. 99 % waren schon bei der Listung auf ihrem Hoch, und nach dem Listing folgt meist nur noch der Absturz — eine Abwärtsspirale ohne Rückkehr.
Egal, welche Politik, ob Geld fließt oder nicht: Es gibt definitiv Kapital. Besonders in Nordamerika, wo die ETF-Summe noch bei etwa 100 Milliarden USD liegt. Es ist also nicht so, dass kein Geld im Markt ist, sondern dass das Kapital klüger geworden ist.
Wenn du weiterhin auf Shitcoins setzen willst, schau dir unsere Alpha-Zone bei Gate, die Gate Web3 Wallet und Trading-Wettbewerbe an.
Ich sehe diese große Abwärtsbewegung als Chance für einen Neuanfang. Immer mehr Börsen bieten jetzt Gold-, Silber- und US-Aktienhandel an — das ist ein unumkehrbarer Trend. Bitcoin und Ethereum sind momentan so volatil, dass die Risikobereitschaft sinkt. Investoren suchen nach stabileren Anlagen. Gold und Aktien, die seit über hundert Jahren existieren, sind da eine bessere Wahl.
Das ist im Grunde eine Art „Blutentzug“ aus der Krypto-Liquidität. Aber ich sehe darin auch eine positive Entwicklung: Es wird den Markt gesunden, wenn die Volatilität zu hoch ist. Wenn du nicht stabil bist, wirst du bei starken Schwankungen abgestoßen. Wenn du um Liquidität konkurrieren willst, dann werden Bitcoin und Ethereum in den nächsten 5, 10 oder 20 Jahren, auch ohne explosive Wachstumsphasen, wie Aktien, steigen und fallen — so bleibt die Liquidität erhalten.
Das war’s von mir, danke.
0x31ad.sun:
Gut, Siao-Ge hat das schon sehr ausführlich erklärt. Meine Sicht ist: Der aktuelle Abstieg ist nicht nur durch externe Faktoren verursacht, sondern vor allem durch interne Schwächen im Markt. Die eigentliche Ursache ist eine „Innenschwäche“.
Der Aufschwung 2024–2025 wirkt für mich nicht wie ein langsames, gesundes Wachstum, sondern eher wie eine Blase, die durch ETF-Absicherungen ausgelöst wurde. Nach der ETF-Zulassung stiegen die passiven Kauf-Expectations stark, und dann haben viele große Gelder mit Perpetuals und strukturierten Produkten gehebelte Positionen aufgebaut, um auf den Aufwärtstrend zu setzen.
In der ganzen Bewegung tauchen immer wieder neue Projekte auf, die viel Aufmerksamkeit erregen, aber kaum Liquidität haben. Diese Projekte fallen dann meist schnell wieder ab, was das Vertrauen in neue Assets schwächt und eine Blase erzeugt, die bei einem kleinen Druck platzt.
Wenn der Kurs auf 120.000 USD steigt, ohne viel Umschlag, ist die Liquidität sehr dünn. Bei einem Abverkauf brechen die gehebelten Positionen wie Dominosteine um, und es entsteht eine Abwärtsspirale.
Interessant ist auch: Nicht nur Kleinanleger werden aus dem Markt gedrängt, sondern auch mittelgroße Institutionen, die dachten, ihr Hebel sei sicher. Sie sind sich der Gefahr nicht bewusst, und wenn sie dann „geblowt“ werden, ziehen sie schnell ihre Liquidität ab, was zu Panikverkäufen führt.
Kurz gesagt: Es gibt makroökonomische Unsicherheiten, politische Turbulenzen, und der Markt ist voll mit Hebel und Missverhältnissen bei der Liquidität. Diese Abwärtsbewegung ist im Kern eine Entschlackung.
Das ist meine Einschätzung.
Hinterbergmensch:
Zunächst zum Makro: Dieses Jahr war makroökonomisch alles andere als freundlich. Trumps Politik hat immer wieder negative Impulse gesetzt. Besonders die geopolitischen Risiken haben zu Verkäufen in Risikoanlagen geführt. Man muss bedenken: Im Krypto-Barkasse gelten alle Assets als Risikoanlagen.
Am 30. Januar kündigte Trump die Nominierung von Waller als neuen Fed-Chef an. Waller ist ein strikter Hawk, will Deflation bekämpfen, die globale Asset-Preise zum Absturz bringen und den Dollar verknappen — im Grunde eine Strategie, um den Dollar zu stärken und die Wirtschaft zu bremsen. Das ist ein Machtspiel zwischen Großmächten, das hier nur angedeutet wird.
Dann gab es die Hochhebel-Liquidationen. Der aktuelle Crash hat nur geringe Liquidationssummen: Am Tag des größten Liquidations-Events waren es nur 2,5 Milliarden USD. Im Oktober 2022 waren es 20 Milliarden USD — fast das Zehnfache. Viele Hochhebel-Positionen wurden bereits im Oktober 2022 zerstört.
Ich habe mir die On-Chain-Daten angesehen: ETF-Käufe laufen seit einigen Tagen wieder. Es gibt also eine kleine Erholung. Wenn die negativen Nachrichten eintreffen, ist das eine Art Gegenreaktion, die auch logisch ist.
Das war’s von mir, Moderator.
Moderator Jesse:
Zweite Frage: Wir schauen auf die Marktstimmung. Der Fear & Greed Index ist auf 8–18 gefallen, also auf extrem niedrige Werte, sogar niedriger als in manchen Phasen des Bärenmarkts 2022. Wie unterscheiden sich diese Indikatoren im Vergleich zu 2022?
Der, der alles übertrifft und garantiert reich wird:
Aus der Historie des Fear & Greed Index ist bekannt: Dieses Mal ist es das achte Mal, dass er unter 10 fällt. Bei den vorherigen sieben Malen brach er meist innerhalb einer Woche durch, höchstens nach zwei Wochen kam es zu einer starken Gegenbewegung. Meist dauert so eine Tiefphase nur etwa zwei Monate.
Ich sage meinen Community-Fans: Wenn der Fear & Greed Index so tief ist, sinkt auch die Aufmerksamkeit in den Medien, die Suchanfragen bei Google und Twitter gehen zurück. Das zeigt, dass kaum noch jemand den Markt verfolgt — das ist eine Phase des „Bruchs“, bis sich wieder eine Stabilisierung einstellt.
Was die Unterschiede zu 2022 betrifft: Damals war die Liquidität extrem knapp, große Kapitalmengen sind geflohen. Die letzten zwei Wochen, sogar ein Monat, waren ETF-Abflüsse. So viel Kapital ist geflüchtet, dass der Markt eigentlich nur noch fallen kann. Angebot und Nachfrage bestimmen den Kurs: Bei Überschuss fällt er, bei Mangel steigt er.
Der Unterschied: 2022 wurde der Crash durch die Zinsanhebungen der Fed ausgelöst. Das bullische Jahr 2021 war so wild, dass 2022 die Bärenphase entsprechend heftig war. Nach über einem Jahr der Entwicklung sind die wichtigsten Investoren und Narrative an einem kritischen Punkt angekommen — sie müssen Gewinne realisieren, verkaufen oder aussteigen.
Der Markt hat eine Hochphase erlebt, aber jetzt wird die Regulierung strenger, die zentralisierten Plattformen streben nach Compliance und Überleben. Das Wachstum ist vorbei, die Branche stabilisiert sich. Es gibt keine roten Früchte mehr, aber die Spielregeln haben sich geändert. Wer 2021 noch auf beliebige Coins gesetzt hat, wird jetzt kaum noch so einfach Gewinne machen können.
Ich denke, die Branche ist legitim, weil sie existiert. Wir müssen mehr nachdenken, wie wir den Markt gesund entwickeln, wie wir die Nutzer binden, damit sie nicht nur „Airdrops“ abstauben und dann abhauen. Wenn das so läuft, wird die Branche langfristig schwerer.
In dieser Phase haben wir viele neue Nutzer und Kapital angezogen. Wenn die jetzt alle wieder abziehen, wird es schwer, weiterzukommen.
0x31ad.sun:
Ich sehe die aktuelle Marktstimmung anders als 2022. Damals, bei Luna und FTX, waren Black-Swan-Ereignisse, die die ganze Branche erschütterten. Viele dachten: Das war’s, alles ist vorbei.
2022 war die Stimmung extrem ängstlich, das Volumen niedrig, die Leute wollten nicht investieren, das Projekt-Development stockte.
Jetzt ist die Angst eher eine vorübergehende Vorsicht. Viele Projekte sind hoch bewertet, echte Werte sind rar. Die Branche wirkt überhitzt, Blasen entstehen.
Aber wenn man auf Chain schaut: Die aktiven Adressen sind nicht weg, die Stablecoins wachsen, die Liquidität ist noch da. Die Angst ist eher vor Überbewertung. Viele trauen sich nicht, einzusteigen.
Themen wie AI, RWA (Real World Assets) entwickeln sich weiter, die Regulierung ist noch relativ locker — anders als 2022, wo alles verboten wurde. Das ist eher der Startpunkt für die nächste Rally.
Kleinanleger sind verunsichert, aber nur weil sie nicht handeln. Wenn sich eine Chance bietet, werden sie wieder kaufen. Die Angst ist nur eine Erscheinungsform, das Kapital ist noch im Markt, auch große Investoren beobachten nur.
Ich sehe das eher als „Abwart-Phase“. Das ist meine persönliche Einschätzung.
Hinterbergmensch:
Ich möchte noch ergänzen: 2022, als der Fear & Greed Index auf Einserzahlen fiel, lag Bitcoin bei 20.000 USD; jetzt, bei ähnlichen Werten, ist Bitcoin noch bei 70.000 USD. Das ist ein großer Unterschied.
Gleich ist, dass der Fear & Greed Index extrem niedrig ist, es gab Panikverkäufe, Liquidationen, Kettenreaktionen. Aber 2022 war das schon im späten Bärenmarkt, während jetzt Bitcoin nach einem Hoch um 50 % gefallen ist — eher eine tiefe Korrektur nach einem Hoch.
Ich habe die On-Chain-Daten geprüft: Die Anzahl der Langzeit-Halter ist stabil geblieben. Trotz des niedrigen Fear & Greed Index gibt es keine Anzeichen für eine totale Verzweiflung wie 2022.
Manche haben ihre Gewinnmitnahmen bei ihren Wunschpreisen gemacht. Die Angst ist anders geartet, die Situation ist nicht vergleichbar mit 2022.
Moderator Jesse:
Dritte Frage: Blick in die Zukunft. Derzeit nähern sich Bitcoin und die Miner-Kostenlinie bei 60–70.000 USD. Es gibt heftige Kämpfe zwischen Bullen und Bären um diese Unterstützung. Ist diese Unterstützung und die Miner-Kostenlinie ein technischer Boden? Wie könnte sich der Markt in einem Worst-Case- vs. einem Best-Case-Szenario entwickeln?
Hinterbergmensch:
Bitcoin schwankt bei etwa 68.000 USD. Die Schließungskosten der Miner sind noch nicht erreicht, also sind die Miner noch nicht im Verlust. Ob diese Unterstützung und die Kostenlinie einen technischen Boden bilden, ist schwer zu sagen. Ich bin kein Chart-Experte, aber ein Spruch lautet: „Kein Boden, kein Rebound.“
Historisch gesehen, hat der Markt nach einer langen Seitwärtsphase bei extrem niedrigen Fear & Greed-Werten im Jahr 2022 eine Rally gestartet. Aktuell sieht es eher nach einer V-förmigen Erholung aus, was selten ist. Ich halte das nicht für einen echten Boden, eher für eine Zwischenphase.
Das Worst-Case-Szenario: Wenn das nicht der Boden ist, könnte der Fear & Greed Index noch lange auf diesem niedrigen Niveau bleiben. Große Investoren und Institutionen sind noch in der Beobachtungsphase. Wenn die Fed die Liquidität weiter einschränkt, könnte auch der Aktienmarkt kollabieren. Die Korrelation zwischen Aktien, Gold und Bitcoin ist zwar nicht mehr so stark wie früher, aber noch vorhanden. Bei einem Crash im Aktienmarkt würde das auch den Kryptomarkt treffen — dann könnten wir noch viel tiefer fallen.
Das Best-Case-Szenario: Institutionen könnten versuchen, gemeinsam Kapital zu mobilisieren, um den Markt zu stützen. Es wäre eine tiefe Korrektur im Bullenmarkt, die irgendwann endet. Wann genau, hängt von den Signalen ab.
0x31ad.sun:
Der Preis bei 60–70k USD ist eine besondere Zone. Einerseits die Miner-Kosten, andererseits die ETF-Preise, die auch in diesem Bereich liegen. Viele haben dort Positionen aufgebaut.
In dieser Zone gibt es heftige Kämpfe zwischen Bullen und Bären. Ob das der Boden ist? Wahrscheinlich noch nicht. Historisch gab es nie eine Situation, in der der Kurs nach Erreichen der Kostenlinie sofort V-förmig nach oben schoss. Es gab immer wieder starke Schwankungen, falsche Breakouts, emotionale Reaktionen.
Das Worst-Case: Wenn die makroökonomische Lage sich verschlechtert, die Liquidität weiter schwindet, könnte der Kurs lange in diesem Bereich verbleiben, immer wieder hin- und herpendeln.
Das Beste: ETF-Reserven beginnen wieder zu steigen, die makroökonomische Lage verbessert sich, Wertinvestitionen kommen zurück, der Markt findet einen Boden und steigt langsam.
Egal, wie optimistisch oder pessimistisch man ist: Es ist nicht ratsam, jetzt alles auf einmal zu investieren. Besser abwarten, bis die Richtung klarer ist. Das ist meine persönliche Meinung.
Der, der alles übertrifft und garantiert reich wird:
Zuerst: Ist das der Boden? Kurzfristig, in einer Woche bis zwei, könnte eine Erholung kommen. Langfristig sind die Indikatoren noch nicht auf einem nachhaltigen Tief. Bei jedem Bärenmarkt hat sich gezeigt: Solange die Miner-Kostenlinie nicht durchbrochen ist, ist kein Boden erreicht.
Die Kostenlinie der Miner kann als Anhaltspunkt dienen. Man kann schrittweise in Spot investieren, aber Hebel sind unnötig. Wenn, dann nur in Spot, schrittweise.
Wie wird sich der Markt entwickeln? Ich schätze: Vor dem chinesischen Neujahr wird es wahrscheinlich keine weiteren Abverkäufe geben, der Kurs bleibt bei etwa 59.800 USD. Falls es noch einmal nach unten geht, ist das eine gute Gelegenheit, schrittweise einzusteigen. Besonders in unsicheren Zeiten wie bei Bitcoin oder Ethereum ist es besser, auf stabilere Märkte wie US-Aktien oder Gold/Silber zu setzen. Bei uns bei Gate gibt es bereits entsprechende Produkte.
Trotz der schlechten Stimmung sollten wir die Bedeutung von Web3 für die zukünftige Finanzwelt nicht aus den Augen verlieren. Es wird von Wall Street-Kapital bereits aktiv genutzt. Wenn wir nur auf die großen Player schauen, erkennen wir, dass sie bereits hier sind. Wenn sie sich engagieren, sollten wir auch jetzt strategisch vorgehen, um langfristig zu profitieren.
Egal, wie schlecht die Lage ist: Als erfahrener OG bin ich optimistisch für Web3. Das ist meine Botschaft an alle Web3-Familien.
Moderator Jesse:
Vielen Dank an unsere drei Gäste für die tiefgründigen Einblicke! Wir haben die Ursachen des Crashs, die Stimmungslage und die möglichen zukünftigen Szenarien beleuchtet. Trotz der kurzfristigen Härte zeigt die Geschichte: Extreme Angst ist oft der Nährboden für langfristige Chancen.
Hier noch eine Erinnerung: Investieren ist eine Frage der Erkenntnis. Gerade im Krypto-Bereich ist es wichtig, ruhig zu bleiben, kontinuierlich zu lernen und die eigenen Strategien zu verfeinern, um die Zyklen zu meistern.
Vielen Dank an alle Zuschauer! Vergesst nicht, den offiziellen GateLive-Stream zu abonnieren. Bis zum nächsten Mal!