Die japanische Inflation verschlimmert alle: Der erste Abschwung seit vier Monaten hat BTC nicht vor dem Absturz bewahrt

Japan hat endlich eine Verschnaufpause vom inflationären Druck bekommen, aber das bedeutet nicht, dass der Markt nachgelassen hat. Im Dezember sank die Gesamtinflation in Japan von 2,9 % im November auf 2,1 % pro Jahr – der größte Rückgang der letzten vier Monate. Die Nuance ist jedoch, dass die Kerninflation, die erhebliche Preisdrucke in der Wirtschaft widerspiegelt, praktisch unverändert bei 2,4 % blieb, was ein alarmierendes Signal an die Zentralbank sendet. Am Freitag beschloss die Bank of Japan nach der Bekanntgabe dieser Zahlen, den Leitzins bei 0,75 % zu belassen, gleichzeitig jedoch ihre Prognosen für zukünftige Inflation und Wirtschaftswachstum für 2025-2026 zu erhöhen.

Für die Märkte war das ein gemischtes Signal. Bitcoin, oft als “digitales Gold” bezeichnet, blieb bei 83,53.000 $ nahezu unverändert (ein Rückgang von 6,52 % im vergangenen Tag). Der japanische Yen schwächte sich wiederum leicht um 0,20 % auf 158,70 pro US-Dollar ab.

Die Kerninflation hält die Bank of Japan in Bereitschaft

Obwohl die Gesamtinflation zurückgegangen ist, bleibt die Kerninflation das eigentliche Problem. ING-Analysten betonten in ihrem Bericht, dass “mit Ausnahme monatlicher Abweichungen aufgrund von Energiesubventionsprogrammen die zugrunde liegenden inflationären Faktoren weiterhin persistierend und persistent bleiben.” Das bedeutet, dass die wichtigsten Preispressen in der japanischen Wirtschaft nicht nachgelassen haben.

Diese Situation bringt die Bank of Japan in eine schwierige Lage. Einerseits ist die Inflation zurückgegangen, was traditionell auf die Notwendigkeit hinweist, die Zinsen zu halten. Andererseits deuten die anhaltende Kerninflation und die Verbesserung der wirtschaftlichen Aussichten auf die Möglichkeit weiterer Zinserhöhungen in den kommenden Monaten hin. Laut denselben Analysten könnte “in den kommenden Monaten die Zentralbank trotz der anhaltenden Kerninflation in den Standby-Modus wechseln.”

Auswirkungen auf BTC und japanische Yen: Das Paradoxon der Synchronisation

Die jüngste Korrelation zwischen Bitcoin und dem japanischen Yen hat die üblichen Vorstellungen der Portfoliodiversifikation auf den Kopf gestellt. Das 90-Tage-Korrelationsverhältnis zwischen diesen beiden Vermögenswerten erreichte 0,84, vielleicht das höchste in der Geschichte ihrer Interaktionen. Das bedeutet, dass Bitcoin traditionell stärker wird, wenn der Yen schwächer wird, weil die schwache Währung japanischer Investoren eine aktivere Suche nach alternativen Vermögenswerten im Ausland anregt.

Diese Woche hat sich das Szenario jedoch leicht geändert. Bitcoin blieb innerhalb der Bandbreite von 83.000 bis 90.000 US-Dollar, während der Yen unerheblich nachließ, was auf eine gewisse Marktberücksichtigung für weitere Maßnahmen der Bank of Japan hinweist. Strategen gehen davon aus, dass der Yen kurzfristig geschwächt bleiben wird, was, falls die hohe Korrelation anhält, ungünstige Bedingungen für Bitcoin schafft.

Japanische Anleihen geben den Ton für einen gereizten Markt an

Der eigentliche Auslöser für die Volatilität war die Dichotomie der Renditen japanischer Staatsanleihen. Die 10-Jahres-Rendite stieg um 3 Basispunkte auf 1,12 % und erreichte damit Mehrjahreshochs Anfang der Woche. Die Gründe sind vielfältig: Erstens spiegelt es anhaltende fiskalische Bedenken in Japan wider; Zweitens befürchten Händler, dass die von den politischen Parteien am Vorabend der Februarwahlen versprochenen Steuererleichterungen die ohnehin schon kritische Haushaltslage im Land weiter verschärfen könnten.

Der Anstieg der japanischen Anleiherenditen hat eine Kaskadenwirkung auf die globalen Märkte. Da japanische Anleihen mit höheren Renditen attraktiver werden, beginnen japanische Investoren, Kapital zurück nach Japan zu verlagern, was Druck auf die globalen Kreditzinsen ausübt. Das Ergebnis: der Anstieg der Kreditkosten in den USA und anderen entwickelten Volkswirtschaften, was die Situation riskanter Vermögenswerte – von Aktien bis zu Krypto-Assets, einschließlich Bitcoin – verschärft.

Der Markt setzt sich mit der Realität auseinander

Am Dienstag fiel Bitcoin um mehr als 4,5 % auf 88.000 US-Dollar nach einem weltweiten Ausverkauf riskanter Vermögenswerte. Danach erholte er sich etwas, blieb aber weiterhin unter Druck. Dieser Druck spiegelt einen breiteren Trend wider, bei dem Anleger das Maß des Risikos, das sie angesichts des Aufwärtsdrucks auf die globalen Zinssätze und der Unsicherheit über die zukünftige Geldpolitik der größten Zentralbanken der Welt eingehen wollen, neu bewerten.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die japanische Inflation selbst, obwohl sie sinkt, für diese Region der Welt weiterhin recht hoch bleibt. Infolgedessen ist die Bank of Japan in einen monetären Ausgleichsmodus verfallen, in dem jede Entscheidung globale Konsequenzen hat. Das Halten der Zinsen bei anhaltender Kerninflation könnte eine weitere Schwächung des Yen anregen, was wiederum neue Schwankungen auf den Krypto-Asset-Märkten auslösen wird, wo BTC weiterhin unter der Beobachtung globaler Investoren steht.

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