Autor: VanEck
Übersetzung: Felix, PANews
Mit Blick auf 2026 werden klarere fiskalische und geldpolitische Signale eine aktivere Risikobereitschaft unterstützen, wobei Bereiche wie künstliche Intelligenz, Private-Equity-Kredite, Gold, Indien und Kryptowährungen attraktivere Investitionsmöglichkeiten bieten.
Wichtigste Punkte:
- Ende 2025 kam es bei AI-bezogenen Aktien zu erheblichen Rückgängen, die die Bewertungen neu justierten und die Investitionschancen in AI und verwandte Themen attraktiver machten.
- Gold bleibt als globale Währungsanlage im Aufschwung, Rücksetzer bieten bessere Einstiegschancen.
- Nach einem schwierigen Jahr 2025 bieten Business Development Companies (BDCs) derzeit attraktivere Renditen und Bewertungen.
- Indien bleibt ein wachstumsstarker Investitionsmarkt, während Kryptowährungen langfristig bullish sind, kurzfristige Signale jedoch komplex erscheinen.
Mit dem Eintritt in 2026 befindet sich der Markt in einer seltenen Situation: Klarheit. Obwohl die Auswahl weiterhin entscheidend ist, stützt diese Klarheit in Bezug auf Fiskalpolitik, Geldpolitik und Hauptinvestitionsthemen eine aktivere Risikobereitschaftsstrategie.
Nach den heftigen Rückgängen bei einigen AI-bezogenen Aktien Ende letzten Jahres ist das aktuelle AI-Handelssentiment attraktiver als die „atemberaubenden“ Höchststände im Oktober. Es ist bemerkenswert, dass diese Korrektur gleichzeitig mit einer starken Nachfrage nach Rechenleistung, Token und Produktivitätssteigerungen stattfand.
Themen wie die mit AI-getriebene Stromnachfrage verbundene Kernenergie haben ebenfalls bedeutende Preisrückgänge erlebt. Diese Anpassungen verbessern das Risiko-Rendite-Verhältnis für Investoren mit mittelfristigem bis langfristigem Horizont.
Weniger unerwartete Ereignisse bei zukünftiger Fiskal- und Geldpolitik
Einer der wichtigsten Fortschritte für den Markt ist die allmähliche Verbesserung der US-Finanzlage. Obwohl das Defizit weiterhin hoch ist, ist sein Anteil am BIP im Vergleich zu den Höchstständen während der Pandemie gesunken. Diese fiskalische Stabilität hilft, langfristige Zinssätze zu verankern und das Risiko von Extremszenarien zu verringern.
Im Hinblick auf die Zinssätze beschreibt US-Finanzminister Scott Bessent das aktuelle Niveau als „normal“, was vielsagend ist. Der Markt sollte keine radikalen oder destabilisierten kurzfristigen Zinssenkungen im Jahr 2026 erwarten. Stattdessen deutet die Perspektive auf eine stabile Politik, moderate Anpassungen und weniger Schocks hin. Dies ist auch einer der Gründe, warum die Marktprognosen klarer sind.
Kernenergie-Aktien erlebten im vierten Quartal eine Korrektur:

Quelle: Bloomberg. Daten bis 31. Dezember 2025
Wiederaufnahme des Interesses an Business Development Companies
BDCs haben im Jahr 2025 eine harte Zeit durchlebt, doch diese Korrektur bringt Chancen mit sich. Da die Renditen weiterhin attraktiv sind und die Kreditängste größtenteils vom Markt verarbeitet wurden, sind BDCs jetzt im Vergleich zu vor einem Jahr attraktiver.
Auch die dahinter stehenden Managementgesellschaften (wie Ares) sind betroffen, deren Bewertungen im Vergleich zu ihrer langfristigen Profitabilität und bisherigen Leistung nun vernünftiger erscheinen.
Gold als globale Währungsanlage
Unter dem Druck der Nachfrage durch Zentralbanken und der zunehmenden Ablösung des US-Dollars in der globalen Wirtschaft gewinnt Gold weiterhin als führende globale Währung an Bedeutung. Obwohl der Goldpreis aus technischer Sicht bereits hoch erscheint, sieht VanEck diese Rücksetzer als gute Gelegenheit zum Aufstocken. Seine strukturellen Vorteile bleiben bestehen.
Der Goldpreis liegt über der Unterstützung, die Nachfrage ist weiterhin stark:

Quelle: Bloomberg. Daten bis 31. Dezember 2025
Investitionschancen in Indien und Kryptowährungen
Neben dem US-Markt bleibt Indien ein langfristig vielversprechender Investitionsmarkt, dank struktureller Reformen und anhaltendem Wachstum.
Im Kryptowährungsbereich wurde der traditionelle vierjährige Zyklus bei Bitcoin im Jahr 2025 durchbrochen, was kurzfristige Signale komplex macht. Diese Abweichung unterstützt eine vorsichtigere kurzfristige Perspektive für die nächsten 3 bis 6 Monate. Allerdings teilen nicht alle bei VanEck diese Ansicht; Matthew Sigel und David Schassler sind gegenüber den jüngsten Zyklen eher optimistisch.
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