Google kündigt an, dass es heute (4/9) in der Gemini-App die Funktion „Notebooks“ einführt. Damit können Nutzer eine persönliche Wissensdatenbank erstellen, Chatverläufe, Dateien und Inhalte von Google Drive zentral verwalten und mit NotebookLM bidirektional synchronisieren, sodass ein KI-Workflow über verschiedene Tools hinweg verbunden wird. Zunächst wird es für Nutzer mit einem AI-Plus-, Pro- oder Ultra-Abonnement in der Webversion bereitgestellt.
(Vorgeschichte: ChatGPT steigt auf CarPlay auf, das erste Mainstream-KI-„an Bord gehen“: reine Sprachbedienung, Gemini und Claude stehen noch Schlange)
(Hintergrund-Ergänzung: Claude Cowork – vollständiger Leitfaden: Mach aus KI vom Chat-Assistenten deinen digitalen Mitarbeiter)。
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Google hat in der Gemini-App offiziell die Funktion „Notebooks“ eingeführt. Kurz gesagt: Es ist ein „Projektordner“, in dem du alle Chats mit Gemini, hochgeladene Dateien und Inhalte von Google Drive an einem Ort bündelst, ohne überall herumzusuchen.
Laut einem Bericht des 9to5Google-Reporters Abner Li werden Notebooks in der Seitenleiste bei Gemini erscheinen, zwischen „My stuff“ und „Gems“. Jede Konversation kann durch Drücken von „Add to notebook“ gespeichert werden, damit wichtige Chat-Inhalte abgelegt werden.
In Notebooks handelt es sich nicht um statische Ordner, sondern um einen vollständigen Gemini-Arbeitsbereich. Du kannst Quellen hinzufügen, darunter lokale Dateien, Google-Drive-Dateien, bestimmte Websites oder auch direkt Text einfügen; außerdem kannst du „Use notebook memory“ ein- oder ausschalten, um zu entscheiden, ob Gemini sich den Kontext dieses Notebooks merken soll; und du kannst Instructions schreiben, um festzulegen, wie Gemini in diesem Notebook auf deine Weise und mit deinem Ton antworten soll – jedes Notebook kann unterschiedliche Einstellungen haben.
Die offizielle Aussage von Google lautet: „Notebooks geben dir einen eigenen Bereich, um Chats und Dateien zu organisieren, weil sie mit NotebookLM synchronisieren. Du kannst so direkt von Gemini aus effizientere Arbeitsabläufe freischalten.“
Der größte Verkaufsargument von Notebooks ist, dass es sich direkt mit NotebookLM synchronisieren lässt. Ein in Gemini erstelltes Notebook erscheint direkt in NotebookLM, und auch die Dialogverläufe in Gemini werden automatisch zu Quellmaterial für NotebookLM. Früher in NotebookLM erstellte Zusammenstellungen lassen sich auch in Notebooks integrieren, um sie leichter zu finden.
NotebookLM ist ein KI-Notizforschungs-Tool, das Google letztes Jahr eingeführt hat. Du kannst große Mengen an Dateien, Transkripten und Forschungsmaterialien einfüttern, damit die KI sie für dich ordnet, Fragen beantwortet und sogar Podcast- oder Videozusammenfassungen generiert.
Googles bereitgestelltes Beispiel-Szenario sieht wie folgt aus: Studierende fügen ihre Notizen aus dem Unterricht in ein Gemini-Notebook ein, und dann generiert NotebookLM daraus eine „Cinematic Video Overview“-Videozusammenfassung. Am nächsten Tag kehren sie zu Gemini zurück, und es erstellt dir anhand dieser Inhalte eine Gliederung für die Arbeit. Auch rechts oben in Gemini gibt es einen schnellen Einstieg zu NotebookLM; zwischen beiden umzuschalten erfordert kein separates Browser-Tab.
Notebooks werden derzeit zunächst in der Webversion für Google-AI-Plus-, Pro- und Ultra-Abonnenten eingeführt; kostenlose Nutzer und die mobile Version müssen noch einige Wochen warten. Google sagt auch, dass man die Funktion dabei ist, auf mehr europäische Länder auszuweiten.
Bei dem Launch wurde das von Google als „erster Schritt“ positioniert; offiziell heißt es, dass man in Zukunft kontinuierlich weitere Funktionen in Gemini Notebooks hinzufügen wird.
Aktuell hat die Gemini-App gerade am 7. April ein Update mit einer komplett überarbeiteten Android-Oberfläche erhalten, und die Aufnahme von Notebooks treibt die Integration im gesamten Gemini-Ökosystem wieder um eine Stufe voran.