
Pi Network hat die detaillierte Designplanung für sein Managed Smart-Contract-System veröffentlicht. Diese als „Smart Vault“ beschriebene neue Funktion soll sicherstellen, dass Gelder sicher verwahrt werden, bis die vordefinierten Vertragsbedingungen erfüllt sind. Sie unterstützt verschiedene Szenarien wie NFT-Verkäufe, Token-Übertragungen, Service-Contracts und Anwendungen im Bereich Decentralized Finance (DeFi). Alle Vorgänge des Systems werden auf der Pi-Blockchain protokolliert. Die Funktion wird nach Abschluss eines Sicherheitsaudits offiziell live gehen; das genaue Datum wurde noch nicht bekanntgegeben.
(Quelle: X)
Pi Network gibt an, dass der Managed Smart Vault über vier klar definierte On-Chain-Status funktioniert. Jeder Status definiert einen festen Schritt innerhalb des Transaktionszyklus; alle Änderungen werden dauerhaft auf der Pi-Blockchain gespeichert. So wird die Nachvollziehbarkeit und Unveränderbarkeit der Vertragserfüllung sichergestellt:
Erstellt (Created): Der Vertrag wird eingerichtet und die Transaktionsbedingungen werden gespeichert; dies ist der Startpunkt des gesamten Managed-Prozesses
Gesperrt (Locked): Die Gelder werden sicher im Smart Vault aufbewahrt, bis alle vordefinierten Bedingungen erfüllt sind
Freigegeben (Released): Nach Auslösen der Bedingungen zahlt das System automatisch oder gemäß den vordefinierten Regeln an den Zahlungsempfänger; ohne manuellen Eingriff
Streitfall oder Stornierung (Disputed/Cancelled): Wenn zwischen den beiden Vertragsparteien Uneinigkeit entsteht, können die Gelder gemäß den Vertragsbedingungen zurückerstattet oder zur Schlichtung eingereicht werden; das bietet einen flexiblen Mechanismus zur Streitbeilegung
Pi Network erklärt, dass diese automatisierte Verwaltung von On-Chain-Status darauf abzielt, eine vollständige Automatisierung der Zahlungsabwicklung zu erreichen und zugleich die Transparenz über den gesamten Prozess hinweg zu bewahren.
Weitreichende Anwendungsszenarien: Von NFT bis DeFi – Abdeckung der Ökosysteme
Laut den Angaben von Pi Network berücksichtigt das Design des Smart Vault die vielfältigen Transaktionsanforderungen innerhalb des Ökosystems und kann mehrere zentrale Szenarien unterstützen.
NFT-Marktplatz-Transaktionen: Die Gelder des Käufers werden im Vault gesperrt. Nach Abschluss der NFT-Übertragung wird der Betrag automatisch freigegeben, wodurch das Gegenparteirisiko entfällt.
Token-Swaps und Umtausch digitaler Assets: Token-Übertragungen können so konfiguriert werden, dass sie bei Eintreten bestimmter Bedingungen ausgelöst werden, um sicherzustellen, dass mehrere Parteien den Asset-Umtausch unter festgelegten Bedingungen abschließen.
Service-Contracts und Meilensteinzahlungen: Entwickler und Unternehmen können ein mehrstufiges Zahlungsmodell aufsetzen. Nach Erreichen jedes Stadiums wird automatisch die jeweils zugehörige Zahlung freigegeben, wodurch das Liefer-/Leistungsrisiko gesenkt wird.
Kooperationsbeziehungen und Investitionsvereinbarungen: Langfristige Geschäftskooperationen können Gelder als strukturierte, durch Smart Contracts gebundene bedingte Zusagen bereitstellen und so die Erfüllung absichern.
DeFi-Produkte und Launch-Plattformen: Dezentralisierte Finanzanwendungen können den Managed-Mechanismus direkt integrieren und den Nutzern so sicherere Asset-Lock- und Release-Logiken bereitstellen.
Pi Network betont, dass vor dem offiziellen Livegang des Smart Vault noch zwei zentrale Vorbereitungsschritte abgeschlossen werden müssen. Erstens muss der Vertrag vor dem Deployment eine „vollständig eindeutige Zustandsmaschine“ haben, damit alle Transaktionsabläufe korrekt definiert sind und es keine nicht definierten Randfälle gibt. Zweitens fordert Pi Network die Durchführung eines strengen Sicherheits-Audits. Ziel ist es, Programmfehler, Sicherheitslücken und potenziellen Missbrauch zu verhindern – dies ist der Branchenstandard für Blockchain-Anwendungen, die Kundengelder verwalten.
Derzeit hat Pi Network noch keinen offiziellen Livegang-Termin bekanntgegeben. Die Offenlegung des detaillierten Systemdesigns in diesem Beitrag zeigt jedoch klar den konkreten Fahrplan, mit dem Pi Network sein Ökosystem an Handels- und Transaktionstools erweitern will.
Der Managed Smart Vault von Pi Network arbeitet über vier On-Chain-Status: „Erstellt, Gesperrt, Freigegeben, Streitfall oder Stornierung“. Diese entsprechen jeweils vier Knotenpunkten im Transaktionszyklus: dem Vertragserstellen, dem Sperren der Gelder, der zahlungsbezogenen Auslösung der Bedingungen und der Streitfallbearbeitung. Alle Statusänderungen werden dauerhaft in der Pi-Blockchain protokolliert.
Die Vertragsbedingungen und der Freigabemechanismus des Smart Vault sind in den Smart Contracts der Pi-Blockchain codiert. Die Freigabe der Gelder wird automatisch durch den Vertrag ausgeführt; es ist keine Einbindung Dritter zur Verifizierung oder Abwicklung erforderlich. Alle Vorgänge sind öffentlich sichtbar und unveränderbar, wodurch die Abhängigkeit von zentralisierten Intermediären bereits auf Ebene des Designs entfällt.
Pi Network hat derzeit keinen konkreten Termin für den offiziellen Livegang bekanntgegeben. Das Unternehmen erklärt, dass vor der Veröffentlichung noch die vollständige Definition der Vertrags-Zustandsmaschine abgeschlossen werden muss sowie strenge Audit-Arbeiten durchgeführt werden, um Programmfehler und Sicherheitslücken zu verhindern.